Der Support von TYPO3 v13 läuft aus: Was Integratoren jetzt tun sollten
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Das Upgrade von TYPO3 v13 auf v14 ist technisch unkomplizierter als viele denken. Die eigentliche Herausforderung ist die Kommunikation mit dem Kunden.
Am 31. Dezember 2027 endet der Bug-Fix-Support für TYPO3 v13. Das klingt nach ausreichend Zeit.
Wer aber schon etwas länger in der Branche arbeitet, weiß: 1,5 Jahre sind in der Projektrealität überraschend wenig.
Neue Projekte kommen rein, bestehende Kunden haben dringende Anforderungen, ungeplante Aufgaben häufen sich. Plötzlich ist das Datum da.
Dieser Artikel richtet sich an Freelancer, Soloselbstständige und Agenturen, die Kundenprojekte auf TYPO3 v13 betreuen. Was bedeutet das Enddatum konkret? Und welche Schritte sind jetzt sinnvoll?
Was nach dem 31. Dezember 2027 passiert
Ab diesem Datum erhält TYPO3 v13 keine Bug Fixes mehr. Das schließt auch Sicherheitsupdates ein. Wer danach noch eine v13-Installation betreibt, tut das ohne Netz.
Bekannte Sicherheitslücken bleiben offen, neue kommen hinzu, ohne dass Patches geliefert werden. Das betrifft nicht nur die eigene Arbeit, sondern vor allem die Websites der Kunden.
Eine Randnotiz: Voraussichtlich wird es auch für v13 wieder Extended Long Term Support (ELTS) geben. Das ist ein kostenpflichtiges Angebot, das den Support-Zeitraum gegen eine jährliche Gebühr verlängert. Wer darauf setzt, kauft sich Zeit, löst das eigentliche Problem aber nicht. Über mehrere Jahre gerechnet können die ELTS-Gebühren den Aufwand eines einmaligen Upgrades übersteigen. Das Upgrade kommt so oder so.
Das Upgrade selbst ist machbar
Das Upgrade von TYPO3 v13 auf v14 ist technisch gesehen einer der unkomplizierteren Versionssprünge der TYPO3-Geschichte. Wer frühere Migrationsprojekte kennt, wird merken, dass sich der Aufwand deutlich verändert hat.
Selbst wer Extensions von Drittanbietern einsetzt, hat heute bessere Werkzeuge als früher. Mit Tools wie Rector und gezielter KI-Unterstützung lassen sich viele Extensions auch ohne tief spezialisierte PHP-Kenntnisse auf v14 hochziehen.
Wer sich dabei unsicher fühlt, findet in der Community und bei erfahrenen Entwicklern Unterstützung.
Die aktuellen Wege in TYPO3 v14 (Site Sets, das neue Rendering-Konzept, Fluid 5 ViewHelper) sind der empfohlene Standard, aber größtenteils optional. Wer die bewährten Methoden weiter nutzt, kann das tun. Ein schrittweiser Umstieg ist ausdrücklich möglich.
Die eigentliche Herausforderung: der Kunde
Das technische Upgrade ist selten das größte Problem. Die eigentliche Herausforderung ist die Kommunikation.
Viele Kunden sehen schlicht keinen Handlungsbedarf. "Alles läuft doch." – eine Antwort, die fast jeder Integrator kennt.
Hier liegt die Aufgabe von Agenturen und Freelancern: das Thema rechtzeitig auf den Tisch bringen und verständlich erklären, was auf dem Spiel steht.
Wer das erst kurz vor Ablauf der Frist tut, macht es sich schwer, weil dann Budgetfreigaben, Abstimmungen und die eigentliche Umsetzung auf einmal anfallen.
Argumente, die im Kundengespräch funktionieren
Sicherheit und Stand der Technik
Wer eine Website auf einer Software-Version betreibt, für die es keine Sicherheitsupdates mehr gibt, geht ein kalkulierbares Risiko ein. Aus datenschutzrechtlicher Sicht ist der Begriff "Stand der Technik" hier relevant.
Eine Installation auf einer nicht mehr gepflegten CMS-Version erfüllt diesen Standard möglicherweise nicht mehr. Für Kunden, die sensible Daten verarbeiten oder im DSGVO-Kontext besonders exponiert sind, kann das ein wirksames Argument sein.
Die Werkstatt-Analogie
Ein Auto muss regelmäßig gewartet werden. Das kostet immer ein wenig Geld. Wer aber jahrelang nichts macht, zahlt am Ende deutlich mehr.
Eine TYPO3-Installation ist nicht anders. Wer das Upgrade regelmäßig mitgeht, hält den Aufwand überschaubar. Wer wartet, bis mehrere Versionen überbrückt werden müssen, hat eine andere Ausgangslage.
Die verbesserte Oberfläche in v14
TYPO3 v14 bringt eine spürbar verbesserte Redaktionsoberfläche. Das ist keine abstrakte Verbesserung, sondern etwas, das Redakteure im Alltag direkt merken. Für Kunden, bei denen die Usability ein Thema ist, kann das ein überzeugender Einstiegspunkt sein.
Was jetzt zu tun ist
Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, die eigene Projektliste zu sichten.
Welche Installationen laufen noch auf TYPO3 v13?
Welche Extensions sind im Einsatz?
Wie aufwendig wäre ein Upgrade jeweils?
Ein konkreter erster Schritt: Für jede Installation die eingesetzten Extensions auf Kompatibilität mit v14 prüfen. Die jeweiligen Einträge im TYPO3 Extension Repository auf extensions.typo3.org geben darüber Auskunft.
Wer zusätzlich einen Überblick über Releases und offizielle Kompatibilitätsinformationen braucht, findet diesen auf get.typo3.org.
Bei Extensions, die noch kein v14-Update haben, lohnt ein Blick in das Repository oder einen kurzer Kontakt zum Extension-Autor.
Aus dieser Bestandsaufnahme lässt sich ein Priorisierungsplan ableiten. Manche Projekte sind unkompliziert, andere brauchen mehr Vorlauf.
Und dann sind da noch die Kunden, die rechtzeitig informiert werden müssen, nicht zuletzt, weil Upgrades Budgets brauchen und Budgetfreigaben Zeit kosten.
Wer das Thema bisher noch nicht aktiv mit Kunden besprochen hat, sollte das nachholen. Idealerweise gehört das Thema TYPO3-Versionsupgrade zum festen Bestandteil jeder Jahresplanung mit dem Kunden. 1,5 Jahre klingen nach viel. In der Praxis sind sie es nicht.
Fit für v14: Der TYPO3 Komplettkurs
Ob Freelancer, Soloselbstständiger oder Agentur-Team – der Weg zu TYPO3 v14 ist derselbe: Du brauchst solides Wissen, das mit jeder neuen Version mitgeht.
Genau das bietet der TYPO3 Komplettkurs. Kein einmaliger Kauf, nach dem der Inhalt veraltet. Kein Neustart bei jeder neuen Version. S
tattdessen ein flexibler Zugang, der kontinuierlich aktualisiert wird, mit Live-Sessions und direktem Zugang zur Community. Erhältlich als monatlicher Zugang oder als günstigerer Jahreszugang.
Der Kurs richtet sich an Einsteiger genauso wie an erfahrene Integratoren, die mit jeder neuen Version auf dem Laufenden bleiben wollen, ohne stundenlange Eigenrecherche.
Und wer den Zugang nur fürs Upgrade braucht und danach nicht mehr: Genau dafür gibt es die monatliche Zahlweise. Einsteigen, solange die Arbeit läuft. Beenden, wenn sie durch ist.
Für Agenturen mit mehreren Integratoren im Team: Jede Person erhält einen eigenen Zugang. Ab zwei Zugängen aus derselben Organisation gibt es automatische Mengenrabatte.
Das Datum steht fest. Was du daraus machst, liegt bei dir. Wer frühzeitig plant, hat mehr Spielraum. Und wer seine Kunden rechtzeitig mitnimmt, erspart sich und ihnen eine Menge Ärger.
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