Warum du die TYPO3-Community nicht ignorieren solltest
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TYPO3 alleine nutzen funktioniert. Aber wer die Community links liegen lässt, verpasst Wissen, Kontakte und die Chance, das System mitzugestalten.
Warum ich das Thema ernst nehme
Ich bin seit über 16 Jahren aktiv in der TYPO3-Community. Ich habe 2012 die TYPO3 Usergroup Bodensee mitgegründet, arbeite im Education Team der TYPO3 Association mit und betreibe ein eigenes TYPO3-Forum auf t3forum.net. Jedes Jahr bin ich auf drei bis fünf Veranstaltungen unterwegs: TYPO3camps, T3CON, Developer Days. Die Community hat mein Business geprägt. Ohne sie würde ich heute nicht das tun, was ich tue.
Trotzdem treffe ich regelmäßig auf TYPO3-Nutzer, die sich bewusst raushalten. Manche aus Zeitmangel, manche weil sie nicht wissen, wo sie anfangen sollen. Dieser Artikel ist für sie.
Was die TYPO3-Community konkret bietet
Die TYPO3-Community ist kein abstraktes Gebilde. Es gibt konkrete Anlaufstellen:
- TYPO3camps: Barcamps in verschiedenen Städten, bei denen du Sessions besuchst oder selbst anbietest. Eintritt ist günstig, das Niveau hoch, die Atmosphäre locker.
- TYPO3 Developer Days: Die jährliche Entwicklerkonferenz mit Workshops und Vorträgen.
- TYPO3 Slack: Der schnellste Weg, um eine Frage loszuwerden. Tausende aktive Mitglieder in spezialisierten Channels.
- t3forum.net: Mein eigenes Forum, der Community Hub für TYPO3. Fragen bleiben hier dauerhaft auffindbar, anders als im Slack.
- Lokale Usergroups: In vielen Städten gibt es regelmäßige Treffen. Falls nicht: Gründe eine. Ich habe das 2012 am Bodensee gemacht und es hat sich gelohnt.
- TYPO3 Association: Die Organisation hinter dem Projekt. Mitgliedschaft gibt es schon für wenige Euro im Monat.
Was du davon hast
Drei Dinge, die mir persönlich am meisten gebracht haben:
Wissen, das kein Handbuch liefert. Die offizielle Dokumentation ist gut. Aber die Erfahrung, wie andere Integratoren bestimmte Probleme in der Praxis lösen, bekommst du nur im Austausch. In Slack, auf TYPO3camps oder im Forum.
Kontakte, die zu Aufträgen und Kooperationen führen. Einige meiner besten beruflichen Beziehungen sind auf TYPO3-Veranstaltungen entstanden. Nicht durch formelles Visitenkartentauschen, sondern durch gemeinsames Arbeiten an Problemen.
Einfluss auf das System. TYPO3 ist Open Source. Das bedeutet: Wer sich einbringt, gestaltet mit. Ich arbeite im Education Team an den Prüfungsinhalten für die TYPO3-Zertifizierung. Das ist ehrenamtlich, kostet Zeit, aber ich kann direkt beeinflussen, welche Kompetenzen TYPO3-Integratoren mitbringen sollten.
Was es kostet
Zeit. Das ist der ehrliche Punkt. Community-Arbeit ist kein Selbstläufer. TYPO3camps, Forenbeiträge, Slack, Veranstaltungen: All das braucht Stunden, die du nicht in Rechnung stellen kannst. Und ja, Reisen zu Veranstaltungen kosten Geld.
Mein Rat: Fang klein an. Lies im Slack mit. Stell eine Frage im Forum. Besuch ein TYPO3camp in deiner Nähe. Du musst nicht sofort in einem Gremium mitarbeiten.
Fazit
Die TYPO3-Community ist einer der Gründe, warum TYPO3 nach über 25 Jahren immer noch relevant ist. Du kannst TYPO3 nutzen, ohne die Community zu kennen. Aber du verschenkst damit einen großen Teil dessen, was TYPO3 ausmacht.
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Im Community Hub für TYPO3 kannst du dich mit anderen TYPO3 Anwendern austauschen. Und wenn du keine neuen Artikel verpassen willst: Der TYPO3 Newsletter kommt einmal im Monat, ohne Spam.
Hi, ich bin Wolfgang.
Seit 2006 arbeite ich mit TYPO3. Nicht in der Theorie, sondern in echten Projekten mit echten Deadlines. Die Probleme, die du gerade hast, hatte ich wahrscheinlich schon dreimal.
Irgendwann habe ich angefangen, mein Wissen in Videokurse zu packen. Nicht weil ich gerne vor der Kamera stehe, sondern weil ich dieselben Fragen immer wieder gehört habe. Mittlerweile sind es Hunderte Videos geworden. Jedes Einzelne entstand aus einer konkreten Frage aus einem konkreten Projekt.
Was mich von einem YouTube-Tutorial unterscheidet: Ich kenne nicht nur die Lösung, sondern auch den Kontext. Warum etwas so funktioniert. Wann es nicht funktioniert. Und welche Fehler du dir sparen kannst, weil ich sie schon gemacht habe.
Meine Teilnehmer nutzen mich als Sparringspartner. Nicht im Sinne von "ruf mich jederzeit an", sondern so: Du kommst mit einem konkreten Problem in die Live-Session, postest deine Frage in der Community oder schaust dir das passende Video an. Und bekommst eine Antwort, die funktioniert, weil sie aus der Praxis kommt.
Als Mitglied im TYPO3 Education & Certification Committee sorge ich dafür, dass die Zertifizierungsprüfungen auf dem aktuellen Stand bleiben. Was dort geprüft wird, fließt direkt in meine Kurse ein.