GEO-Hype oder Realität? Der ehrliche Pro-Contra-Check
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Beim letzten Business Roundtable prallten zwei Lager aufeinander, GEO-Skeptiker und GEO-Praktiker. Wer recht hat, und was das für deine Webseite bedeutet.
Kurz gesagt: Die Skepsis gegenüber GEO ist berechtigt, aber die Verschiebung im Nutzerverhalten hin zu KI-Antworten ist bereits messbar. Wer die eigenen SEO-Grundlagen sauber umsetzt, ist für beide Szenarien gut aufgestellt.
Beim letzten Business Roundtable ging es kontrovers zu, als GEO (Generative Engine Optimization) auf den Tisch kam. Die Runde war sich keineswegs einig: Ist die Optimierung für KI-Suchsysteme eine sinnvolle Weiterentwicklung von SEO, oder nur ein neuer Trend, mit dem sich vor allem gut Geld verdienen lässt? Ein Blick auf beide Seiten der Diskussion, und meine Einschätzung dazu.
Die Skepsis: berechtigte Zweifel
Wer GEO für einen Hype hält, hat gute Argumente auf seiner Seite. Drei Einwände wiegen besonders schwer:
- Die eingesetzten Techniken sind nicht neu. Strukturierte Daten und semantisches HTML gibt es seit über zehn Jahren, jetzt werden sie nur unter einem neuen Namen verkauft.
- Die Grundlage ist unsicher. KI-Modelle ändern sich schnell, ein verlässliches, langfristiges Messverfahren für den Erfolg von GEO-Maßnahmen fehlt bisher.
- Es besteht die Sorge, dass vor allem Berater und Agenturen von der Verunsicherung profitieren, indem sie neue Vokabeln in den Raum stellen und dafür Honorare verlangen, ohne dass ein klarer Mehrwert entsteht.
Diese Punkte sind nicht aus der Luft gegriffen. Wer skeptisch bleibt, macht nichts falsch.
Die Praxis: Was sich tatsächlich zeigt
Gleichzeitig verschiebt sich das Nutzerverhalten aus meiner eigenen Erfahrung schon heute messbar. In Projekten, die ich betreue, vor allem in der Hotelbranche, beobachte ich, dass immer weniger Nutzer über Google und klassische Suchmaschinen kommen. Sie fragen zunehmend direkt bei ChatGPT, Claude oder Perplexity nach Empfehlungen. Das ist keine allgemeingültige Studie, sondern eine Beobachtung aus meiner eigenen Praxis, die sich dort bereits in den Zahlen zeigt.
Ein Beispiel aus der Runde macht das greifbar: Stell dir vor, jemand sitzt abends auf dem Sofa und fragt ChatGPT nach einem Hotel mit Wellnessbereich in den Bergen. Drei Tage nachdem eine Webseite ihr FAQ-Schema per JSON-LD ergänzt hatte, tauchte genau diese Seite erstmals in solchen Antworten auf, davor war sie dort nie erschienen, noch bevor der Nutzer überhaupt bei Google gelandet wäre. Ein endgültiger Beweis ist das nicht. Aber ein auffälliger Zufall ist es schon: Zufall oder Methode?
FAQ-Seiten und strukturierte Daten sind dabei nicht nur für KI-Systeme wertvoll. Sie verbessern gleichzeitig die Nutzerfreundlichkeit für Menschen, die schnell eine konkrete Antwort suchen, und das ist für mich keine abstrakte Behauptung. Wenn ich ein Hotel buche, sei es für den Urlaub oder für die Teilnahme an einem TYPO3-Event, schaue ich auf der Webseite, so weit ich mich zurückerinnern kann, immer nach einem FAQ-Bereich. Mich interessieren dann Fragen wie:
- Gibt es Parkplätze?
- Was kosten die Parkplätze?
- Bis wann kann ich einchecken oder auschecken?
Wenn ich darauf keine Antworten finde, bin ich jedes Mal stinkig. Das ist für mich schlechte Usability, unabhängig davon, ob eine KI mitliest oder nicht.
Mein Fazit
Beide Seiten haben einen Punkt, deshalb lohnt sich ein nüchterner Blick statt Lagerbildung. GEO ist keine Zauberei. Es baut auf Grundlagen auf, die es schon lange gibt: saubere technische Basis, semantisches HTML, eine korrekte Überschriftenstruktur, ergänzt um strukturierte Daten wie JSON-LD und FAQ-Schema. Wer diese Grundlagen jahrelang vernachlässigt hat, sollte sie jetzt systematisch nachrüsten. Nicht weil es ein Trend ist, sondern weil sich das Nutzerverhalten bereits nachweislich verschiebt.
Gleichzeitig gilt: nicht jedem neuen Vokabular blind folgen und nicht in Aktionismus verfallen. Schrittweise vorgehen, den eigenen Auftritt als Testfeld nutzen und beobachten, was tatsächlich Wirkung zeigt, ist sinnvoller als pauschale Panik oder pauschale Ablehnung.
Wer die eigene Sichtbarkeit in KI-Systemen einmal einordnen lassen möchte, kann das aktuell im Rahmen einer begrenzten Testphase über mentionradar.de tun.
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