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Freundschaftspreise: Warum meine Kumpels eigentlich mehr zahlen müssten

Freundschaftspreise: Warum meine Kumpels eigentlich mehr zahlen müssten

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| Allgemein | Geschätzte Lesezeit : min.

"Machst du mir einen Freundschaftspreis?" - Diese fünf Worte kennt wohl jeder, der schon mal professionelle Dienstleistungen angeboten hat. Und ich habe eine Erleuchtung: Wir interpretieren das völlig falsch!

Was, wenn "Freundschaftspreis" nicht "billiger" bedeutet, sondern "teurer"? Hört mich an, bevor ihr die Augen rollt.

Meine geniale Neudefinition

Freundschaftspreis = Mehr Geld, nicht weniger.

Warum? Ganz einfach: Echte Freunde wollen doch, dass es mir gut geht!

Die aktuelle (irre) Situation

Fremder Kunde: "Website für 5.000 Euro? Perfekt!"
Zahlt pünktlich, ist zufrieden, empfiehlt mich weiter.

Mein Kumpel Thorsten: "Kannst du mir mal eben eine Website machen? Freundschaftspreis?"
Ich stammle: "Äh... 1.500 Euro?"
Thorsten denkt: "Geil, so günstig!"
Ich denke: "Warum mache ich das schon wieder?"

Drei Monate später ruft Thorsten an: "Die Seite lädt langsam. Kannst du mal gucken? Dauert doch nur fünf Minuten."

Spoiler: Es dauert drei Stunden.

Meine revolutionäre Idee

Ab sofort läuft das so:

Thorsten: "Machst du mir einen Freundschaftspreis?"
Ich: "Klar! Normalerweise 5.000 Euro, für dich als Freund 6.000 Euro!"
Thorsten: "WAS?!"
Ich: "Du willst doch, dass dein Kumpel erfolgreich ist, oder? Das ist echter Freundschafts-Support!"

Die Logik dahinter (völlig wasserdicht!)

Stell dir vor, Thorsten eröffnet eine Kneipe. Gehe ich da hin und sage: "Machst du mir einen Freundschaftspreis für das Bier"?

Nein! Ich zahle sogar mehr Trinkgeld, weil ich will, dass sein Laden läuft.

Warum sollte das bei meiner Arbeit anders sein?

Realitätsprobe: Meine neuen Preise

  • TYPO3-Website: Normalerweise 5.000 Euro, für Freunde 6.000 Euro (Solidaritätszuschlag)
  • TYPO3-Schulung: Standard 1000 Euro, Kumpel-Tarif 1200 Euro (Freundschaftsaufschlag)
  • Website-Wartung: Üblich 120 Euro/Stunde, Buddy-Preis 140 Euro/Stunde (Beziehungsbonus)

Die Vorteile meines Systems

Für mich:

  • Endlich ordentlich Kohle verdienen
  • Freunde nehmen meine Arbeit ernst (wer viel zahlt, meckert weniger)
  • Kein schlechtes Gewissen mehr bei Rechnungen

Für meine Freunde:

  • Können sich als großzügige Unterstützer fühlen
  • Bekommen trotzdem geile Arbeit
  • Dürfen stolz erzählen: "Ich zahle Wolfgang mehr, weil ich ihn pushe!"

Für unsere Freundschaft:

  • Keine komischen Geldgespräche mehr
  • Klare Verhältnisse
  • Ich bin nicht mehr der genervte Billig-Dienstleister

Der Praxistest (rein hypothetisch!)

Stell dir vor, mein Nachbar würde fragen: "Kannst du mir bei meinem Computer helfen? Freundschaftspreis?"

Ich (in meiner Fantasie): "Klar! Normal nehme ich 60 Euro, für dich 90 Euro."

Er: "Äh... warum mehr?"

Ich: "Weil du mein Nachbar bist und willst, dass ich mir auch mal was Schönes leisten kann. Das ist nachbarschaftliche Solidarität!"

Er würde dann vermutlich doch den Computer-Laden um die Ecke fragen. Win-win!

Das schönste Szenario (in meinen Träumen)

Kumpel Stefan: "Wolfgang, ich brauche eine TYPO3-Beratung. Hier sind 1.200 Euro - 200 Euro mehr als normal. Ich will, dass du ordentlich daran verdienst, du geiler Hecht!"

Tränen der Rührung kullern über meine Wangen.

Die harte Realität

Natürlich wird das nicht jeder verstehen. Manche werden sagen: "Dann gehe ich halt woanders hin."

Wunderbar! Dann sortiere ich gleich aus, wer wirklich mein Freund ist.

Echte Freunde zahlen gerne einen fairen Preis. Oder sogar mehr.

Mein wissenschaftlicher Beweis

Wenn ich ins Restaurant von meinem Kumpel gehe, gebe ich auch extra Trinkgeld. Wenn meine Cousine einen Etsy-Shop hat, kaufe ich da teurer ein als bei Amazon.

Warum sollten meine Freunde bei mir sparen wollen, während ich überall anders mehr zahle, um sie zu unterstützen?

Das ist doch völlig unlogisch!

Das Experiment

Ich werde das mal testen. 

Nicht ernsthaft natürlich - ich bin ja nicht lebensmüde. Aber die Idee ist genial, oder?

Vielleicht fange ich klein an: "Für dich als Freund kostet die Beratung genauso viel wie für alle anderen. Weil du mir wichtig bist und ich ordentliche Arbeit machen will."

Das wäre schon revolutionär.

Jetzt seid ihr dran: Mal ehrlich - wer von euch hat schon mal für "Freundschaftspreise" gearbeitet und sich hinterher geärgert? Wer kennt die Situation, dass der Kumpel am meisten meckert, obwohl er am wenigsten zahlt?

Und ganz verrückt gefragt: Hättet ihr den Mut, meine Freundschaftspreis-Umdeutung mal zu testen?

Erzählt von euren Erfahrungen - ich sammle Material für mein Buch "Warum Freunde die schlechtesten Kunden sind" (Arbeitstitel).

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Wer schreibt hier?

Hi, ich bin Wolfgang.

Seit 2006 tauche ich tief in die faszinierende Welt von TYPO3 ein – es ist nicht nur mein Beruf, sondern auch meine Leidenschaft. Mein Weg führte mich durch unzählige Projekte, und ich habe Hunderte von professionellen Videoanleitungen erstellt, die sich auf TYPO3 und seine Erweiterungen konzentrieren. Ich liebe es, komplexe Themen zu entwirren und in leicht verständliche Konzepte zu verwandeln, was sich auch in meinen Schulungen und Seminaren widerspiegelt.

Als aktives Mitglied im TYPO3 Education Committee setze ich mich dafür ein, dass die Prüfungsfragen für den TYPO3 CMS Certified Integrator stets aktuell und herausfordernd bleiben. 

Meine Leidenschaft endet aber nicht am Bildschirm. Wenn ich nicht gerade in die Tiefen von TYPO3 eintauche, findest du mich oft auf meinem Rad, während ich die malerischen Wege am Bodensee erkunde. Diese Ausflüge ins Freie sind mein perfekter Ausgleich – sie halten meinen Geist frisch und liefern mir immer wieder neue Ideen.

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