27. November 2016

8 unverzichtbare WordPress Plugins (2016)

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Die meisten regelmäßigen Besucher meiner Website wissen wahrscheinlich, dass ich hauptsächlich „TYPO3 mache“. TYPO3 ist mein Lieblings-CMS, damit verdiene ich mein Geld. Trotzdem nutze ich seit vielen Jahren auch WordPress.

In früheren Zeiten verwendete ich WordPress auch für Kundenprojekte. Inzwischen habe ich immer noch einige private Seiten damit laufen, zum Beispiel diese hier, auf der du dich gerade befindest.

Vor kurzem habe ich zwei neue WordPress-Blogs eingerichtet, webmeetupbodensee.de (noch nicht offiziell online) und mein privates Blog. Bei beiden habe ich größtenteils die gleichen Plugins installiert. Und ich habe gemerkt, dass man eigentlich gar nicht mehr so viele Plugins braucht, um WordPress um nützliche Funktionen zu erweitern.

Deshalb möchte ich hier 8 Plugins vorstellen, die ich in fast jedem Blog installiert habe.

Antispam Bee

Kommentarspam ist ein Problem, seit es WordPress gibt. Kommentarformulare sind geradezu eine Einladung für Spammer. Jetzt könnte man natürlich auf diese Formulare verzichten, aber das würde meiner Meinung nach einem Blog eine der wichtigsten Funktionen nehmen.

Eine Möglichkeit, den Kommentarspam einzudämmen, könnte ein Captcha sein. Allerdings bin ich kein Freund von Captchas, ich empfinde die als sehr lästig. Deshalb ist das erste Plugin, dass ich installiere, Antispam Bee. Dieses Plugin fängt durch verschiedene Techniken sehr zuverlässig Spamkommentare ab. Dieses können wahlweise als Spam markiert und gespeichert oder auch direkt gelöscht werden. Da natürlich keine automatisierte Spamerkennung zu 100 Prozent zuverlässig funktioniert, lasse ich Spamkommentare markieren, um Sie mir immer wieder mal durchzuschauen und ggf. falsch markierte, echte Kommentare doch freizuschalten. Das ist aber extrem selten nötig, da Antispam Bee wirklich sehr zuverlässig ist. Allein auf dieser Seite wurden in den letzten Jahren ca. 270.000 Spamkommentare blockiert.

Jetpack

Jetpack stammt direkt aus der WordPress-Schmiede, und an Jetpack scheiden sich die Geister. Zu überladen und performancehungrig ist ein häufiger Kritikpunkt.

Jetpack ist eigentlich mehr als nur ein einfaches Plugin. Per Jetpack lässt sich ein Blog um viele nützliche Funktionen erweitern. So gibt es z.B. eine Option, neue Artikel direkt an verschiedene Soziale Netzwerke zu senden. Auch die beliebten Sharing-Buttons lassen sich an verschiedenen Positionen im Blog integrieren, wobei ich dafür eine andere Lösung bevorzuge.

Weitere Funktionen sind unter anderem:

  • Anzeige ähnlicher Artikel unterhalb eines Artikels
  • Kommentarfunktion mit Anmeldung per vorhandenen Konten in sozialen Netzwerken
  • Abonnieren neuer Beiträge, also E-Mailbenachrichtigung bei neuen Artikeln
  • Gravatar-Unterstützung
  • Spezielle Galerie-Ansicht für Bilder
  • Einbindung eines CDNs für Bilder
  • Zusätzliche Widgets (Twitter-Stream, Bilder und mehr)
  • Infinite Scrolling
  • Kontaktformulare an beliebigen Stellen auf Seiten oder in Artikeln
  • Rechtschreib- und Grammatikkontrolle
  • und noch einiges mehr

Natürlich könnte man viele dieser Funktionen auch mit anderen Plugins nachrüsten, aber ich habe gerne „alles aus einer Hand“. Und über eine mangelnde Performance kann ich bei meinen Installationen nicht klagen, vor allem seit ich dort PHP 7 nutze 😉

Es gibt allerdings einen potentiellen Konflikt mit Antispam Bee: die erweiterte Kommentarfunktion verträgt sich nicht mit Antispam Bee. Beim Abschicken eines Kommentars erhält der Besucher die Fehlermeldung „Ungültiges Sicherheitstoken“. Verwendet man die normale Kommentarfunktion von WordPress, gibt es keine Probleme.

Mail On Update

Mit diesem Plugin kann ich mich per E-Mail über Plugin-Updates benachrichtigen lassen. Eine sehr nützliche Funktion, vor allem, wenn man mehrere WordPress-Systeme pflegen muss.

Shariff Wrapper

Die beliebten und nützlichen Share-Buttons unter Blogartikeln baue ich mit diesem Plugin ein. Dabei kommt die
Shariff-Technik von Heise zum Einsatz. Das Plugin verfügt über zahlreiche Anpassungsmöglichkeiten. So lassen sich die angebotenen sozialen Netze, die Größe, Form und Position der Buttons sehr flexibel einstellen. Aus datenschutzrechtlicher Sinn ist der Einsatz von Shariff absolut sinnvoll.

TinyTOC

Mit diesem Plugin, über das ich erst vor kurzem gestolpert bin, kann ich ein Inhaltsverzeichnis auf Seiten oder Blogposts anzeigen. Das geht entweder über einen Template-Code, wenn man generell das Inhaltverzeichnis sehen will, oder über einen Shortcode, der an beliebiger Stelle eingebunden werden kann. Auf welcher Basis das Plugin das Inhaltsverzeichnis erzeugt, lässt sich konfigurieren. Standardmäßig werden Überschriften innerhalb der Artikel verwendet. So, wie man es auch am Anfang dieses Artikels sieht.

WordPress Popular Posts

Über ein Widget kann man die beliebtesten Artikel anzeigen lassen. Dient natürlich dazu, die Besucher der Website ein wenig länger zu behalten, indem man ihnen einen Mehrwert liefert. Zur Bestimmung der beliebtesten Artikel gibt es 3 Methoden, zwischen denen man wählen kann:

  1. Anzahl der Kommentare
  2. Gesamtanzahl der Aufrufe des Artikels
  3. Durchschnittliche Aufrufe pro Tag

iThemes Security

WordPress ist, unter anderem auch wegen seiner hohen Verbreitung, ein beliebtes Angriffsziel für Hacker. Da ich bei einem Webhoster arbeite, bekomme ich mit, wie oft WordPress-Seiten tatsächlich gehackt werden. Wobei nicht immer WordPress selber das Einfallstor für Hacker ist.

iThemes Security bietet sehr umfangreiche Möglichkeiten, eine WordPress-Installation abzusichern. Ein paar der Features sind unter anderem:

  • Zwei-Faktor-Authentifizierung
  • Regelmäßiger Malware-Scan
  • Erhöhter Sicherheitsstandard für Passwörter inkl. optionaler Generierung sicherer Passwörter direkt in der Profilseite eines Users
  • Ablaufdatum für Passwörter, danach müssen User ein neues vergeben
  • Überwachung von WordPress-Dateien auf Änderungen
  • Brute Force Protection
  • Blockieren von fehlgeschlagenen Anmeldeversuchen
  • Login-Fehlermeldungen werden nicht mehr angezeigt
  • Direkter Zugriff auf Core-Dateien wird blockiert
  • und vieles mehr.

Nach Installation und Konfiguration dieses Plugins kann ich sehr viel ruhiger schlafen 😉

wpSEO

Das, meiner Meinung nach, beste SEO-Plugin für WordPress. Kostenpflichtig, aber jeden Cent wert. Neben der obligatorischen Konfiguration der Pagetitle- und Metatag-Generierung bietet wpSEO auch viele Features, beim Erstellen von Artikeln die Suchmaschinenoptimierung im Auge zu behalten. Ausserdem wird seit einigen Versionen auch die Generierung von Open Graph und Twitter Metatags unterstützt, inkl. der Option, angepasste Titel, Beschreibungen und Bilder für die Netzwerke zu hinterlegen.

wpSEO bietet noch zahlreiche weitere Funktionen.


Das war meine kleine Liste von 8 für mich unverzichtbaren WordPress Plugins. Diese haben sich in den letzten Jahren sozusagen aus einer Vielzahl von Plugins, die ich getestet habe, herauskristallisiert.

Trotzdem gilt folgendes:

Generell sollte man versuchen, so wenig Plugins wie möglich zu installieren. Hier gilt absolut:
weniger ist mehr! Denn jedes zusätzliche Plugin erhöht auch das Risiko, einem Hacker zum Opfer zu fallen, auch Plugins haben, wie jede Software, Schwachstellen und Fehler in der Programmierung.

Deshalb solltest du wirklich nur die Plugins installieren, die du unbedingt benötigst. Und wenn du ein Plugin nicht mehr nutzt, lösche es komplett vom Server, damit ein Hacker nicht über ungenutzt herumliegenden Code in deine Seite eindringen kann.

Jetzt bist du dran! Welche WordPress-Plugins sind für dich unverzichtbar? Ich würde mich über deinen Kommentar sehr freuen!

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Wolfgang Wagner

lebt in Friedrichshafen und arbeitet als Web Developer bei der TYPO3 Agentur jweiland.net in Filderstadt. Weitere Orte im Web: Twitter, Facebook, Snapchat

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