Dieser Artikel ist über 1 Jahr alt. Deshalb könnten die Informationen hier veraltet sein.
Typoscript

14. Juli 2011

Muss man als Webdesigner programmieren können?

Geschätzte Lesezeit: 1 Minute

Als alleine arbeitender Webdesigner ist man ja in einem gewissen Maß ein Allrounder. Man muss HTML/CSS beherrschen, sollte Ahnung von Suchmaschinenoptimierung haben, Bildbearbeitung sollte auch kein Fremdwort sein, eventuell muss man noch die eine oder andere Skriptsprache lernen und gewisse Grundkenntnisse in PHP sind sicher auch von Vorteil. Aber muss man wirklich in der Lage sein, auch komplexere Anforderungen selber zu programmieren?

Ab und zu studiere ich aus reiner Neugier diverse Online-Stellenbörsen, zum Beispiel bei XING oder auf t3n.de. Natürlich achte ich dabei hauptsächlich auf TYPO3-bezogene Stellenangebote. Dabei fällt mir auf, dass eine meistens gewünschte Fähigkeit die Erstellung eigener TYPO3-Extensions ist.

Jetzt ist so eine Extension-Programmierung meiner Meinung nach schon eine ein wenig schwierigere Angelegenheit, fundierte Kenntnisse in der OOP mit PHP sind da eine Grundvoraussetzung. Auch bei der Plugin-Programmierung für WordPress, Drupal & Co. wird es nicht anders sein.

Obwohl ich mich ja mehr oder weniger auf TYPO3 und WordPress spezialisiert habe, habe ich bisher fast keine Energie in die PHP-Programmierung gesteckt. Das ist einfach nicht so mein Ding. Und daraus mache ich auch kein Geheimnis. Ich habe auch schon manche Anfrage ablehnen müssen, weil die Erstellung einer Extension ein Teil des Auftrages gewesen wäre. Aber das ist okay so. Denn ich habe eigentlich keine Lust, meine Programmierkenntnisse weiter zu vertiefen.

Jetzt frage ich mich aber: muss man als Webdesigner auch programmieren können? Ist das eine Grundvoraussetzung oder eher eine Bonusfähigkeit?
Wie seht ihr das? Programmiert ihr auch selber? Oder beauftragt ihr externe Programmierer, wenn es für einen Job nötig ist?
Auf eure Meinung bin ich gespannt!

Artikel wurde gefunden mit den Suchbegriffen:
  • was muss ein webdesigner können
  • was muss man als webdesigner können
  • wie wird man webdesigner
  • webdesign programmieren
  • webdesign programmierung

Wolfgang Wagner

lebt in Friedrichshafen und arbeitet als Web Developer bei der TYPO3 Agentur jweiland.net in Filderstadt. Weitere Orte im Web: Twitter, Facebook, Videotraining zu TYPO3 8 LTS

Kommentare (22) Schreibe einen Kommentar

  1. Ich denke das ist Auslegungssache… „to design“ heißt übersetzt unter anderem auch „etwas entwickeln“.

    Der „landläufige“ Webdesigner muss meines Erachtens nicht Programmieren können. Sonst bräuchte man ja auch keine Web-Developer mehr und ich wäre arbeitslos 😉

    Antworten

  2. Hallo,

    interressanter Artikel und ich teil deine Ansicht eigentlich auch. Denn ich bin Mediengestalterin (Schwerpunkt Webdesign) und ich behersche auch nur die grundlegenden Sachen, sodass ich schon nen Einblick habe, was programmiertechnisch möglich ist und das auch beim Entwerfen der Layouts beachten kann.

    Eigentlich heißt es doch auch Webdesigner und nicht Entwickler oder Programmier. Aber bei den Jobbörsen ist es mir auch schon aufgefallen, dass man gern sagt, dass man Webdesigner sucht aber die sollen bitte schön alles bis ins kleinste beherschen. Könnte aber auch daran liegen, dass einigen die Unterschiede vielleicht nicht bewusst sind?!?

    Viele Grüße, Kathi

    Antworten

    • Habe mir gerade mal deine Seite angeschaut, sehr schön, gefällt mir gut. Auch die 3D-Sachen finde ich nicht schlecht. 3D ist so ein kleines Hobby von mir, habe nur leider zu wenig Zeit, mich da mal richtig rein zu knien.

      Antworten

  3. Ja, wie man diesen Beruf jetzt eigentlich nennt, ist manchmal gar nicht so einfach.
    Bin ich jetzt Webdesigner? Denn manchmal setze ich auch gelieferte Designs „nur“ in HTML/CSS/TYPO3 um.

    Bin ich ein Entwickler, wenn ich ein CMS aufsetze und konfiguriere, oder erst, wenn ich selber daran rumprogrammiere?

    Gar nicht so einfach, und ich denke, Kathi hat recht, vielen sind diese Unterschiede wirklich nicht bewusst. Mir teilweise auch nicht 😉

    Antworten

  4. Das Umsetzen des Designs in HTML/CSS/TYPO3, sowie das Setup und die Konfiguration von TYPO3 ist die typische Arbeit eines „TYPO3 Integrators“, also nochmal ne neue Jobbezeichnung 😉

    Antworten

  5. Ich bin der Meinung, man muss schon ziemlicher Allrounder sein als „Webdesigner“. Das schließt zu einem gewissen Maß die Programmierung ein. Wenn ich eine Site ohne TYPO3 auf die Beine stelle, muss ich ja auch 100% selbst programmieren, und zusätzlich schwierig wird es, wenn ich mich nicht an vorgefertigten Scripts bedienen sondern mein eigenes Ding machen will, auch um später keine Urheberrechtsprobleme zu bekommen. So wie ich aktuell mit meinem neuesten Großprojekt. Zwar bin ich explizit auf der Suche nach Webdesignern und Webentwicklern für dieses Projekt, aber gewissermaßen ist das beides auch eine Symbiose. Bisher habe ich mir bloß einen freiwilligen Server-Administrator zugelegt damit ich mich 100% auf die Programmierung konzentrieren kann. Also mein Fazit: Ein Webdesigner ist mehr als ein Designer. Ich würde sagen, ein Webdesigner ist ein designender Webentwickler und ein Webentwickler ist ein entwickelnder Webdesigner 🙂

    Antworten

  6. Nein muss er nicht .. aber es kann nicht schaden wenn er es lernt .. ich sehe in meinen Job das Frontends immer komplexer werden und auch Kunden / Konzepter mehr Anforderungen einkippen die vor Jahren noch fast Raketentechnik waren 🙂

    Eine solide Basis in JavaScript braucht heute aus meiner Sicht jeder Frontend Entwickler.

    Zum Thema PHP oder vielleicht auch Ruby .. wie du selbst siehst hast du eine größere Auswahl an Job Angeboten wenn du es kannst ..

    Trotzdem sehe ich das etwas differenzierter .. ein Allrounder kann nie alles wirklich gut beherrschen .. es ist bei der Entwicklungsgeschwindigkeit der Webtechnologien einfach unmöglich Experte in allem zu sein und sich dann noch über Neuerungen auf dem laufenden zu halten.

    Man spezialisiert sich also irgendwann .. auf das was einem am meisten Spass macht, auf das mit dem man Geld verdienen kann etc.

    Grundsätzlich halte ich aber für nicht schlecht OOP zu lernen .. mit welcher Sprache du das machst ist wahrscheinlich erst mal zweitrangig .. aber du hast später einfach viel mehr Möglichkeiten dir einen Job zu suchen ..

    Antworten

  7. Also wie der Name eigentlich schon sagt, Web Designer, sind rein für das Design Technische zuständig und meines Erachtens benötigt man keine Programmier Kenntnisse. Von Vorteil ist es aber den noch alle mal. Aber als Designer, Designe ich nur. Nur darf man nicht vergessen das ein Designer HTML und CSS trotz allem weit aus mehr als Grundlagen Beherrschung besitzen sollte. Denn HTML ist schließlich keine Programmiersprache sondern eine Seitenbeschreibungssprache (nicht zu vergessen) 😉

    Ich selbst bin gerne beides, da ich dann persönlich alles in der Hand habe und mir auch von externen Programmieren kein Quatsch an anhören muss und nicht über den Tisch gezogen werde. Also wenn man selbständig ist sollte man von allem mindestens die Grundlagen an Know How besitzen, der Rest ist einfach Bonus. Man kann schließlich nicht alles Perfekt können – irgendwo gibt es immer Abstriche…

    Antworten

  8. Mein Freund sagt mir immer: Du bist Designer und kein Programmierer. Für komplexere Sachen und gewisse Sprachen gibt es mich (er ist Informatiker).

    @Giovanni genau, man kann ich nicht in allem perfekt sein und jeder sollte sich nen Schwerpunkt setzen bzw. weiß man ja auch mit der Zeit wo die Interessen liegen und was einem Spaß macht. Und bei mir ist es definitiv kein PHP lernen.
    Ich sag mal Mini-Wissen darüber habe ich, sodass ich weiß wo ich bei WordPress noch rumfummeln kann und wo von ich lieber die Finger lassen sollte.

    Antworten

  9. Okay, ich gebe ja zu, ich bin nicht der geborene Designer, mehr Programmierer. Trotzdem mache ich ein Fernstudium als europaweit geprüfter Webdesigner, da muss man auch Flash programmieren, wovon ich null Ahnung hab bisher. trotzdem kommts das ein oder andere Mal vor, dass ich ein ganz gelungenes Design zaubere 🙂

    Antworten

  10. Hallo Wolfgang,
    oben siehst du die Seite meiner Frau, welche ich entworfen habe. Leider ist sie in reinem html mit ein paar scripten. Da das programmieren mich schon immer begeistert hat, bin ich nun dabei, mich in TYPO3 einzuarbeiten. Viele sagen, TYPO3 ist zu schwer. Finde ich nicht. Man muss halt wissen, was man tut. Und das sollte auch ein Programmierer. Wenn man nicht weiß, welche Auswirkungen eine Änderung hat, sollte man es lassen. Deswegen, mach weiter so. Im Moment lese ich viel über TYPO3 und schaue deine Videos 

    Antworten

    • Wünsche dir viel Spaß bei erlernen von TYPO3. Wobei man, bevor man sich mit TYPO3 beschäftigt, schon fundierte Kenntnisse in HTML/CSS haben sollte, damit man ein vernünftiges Template entwerfen kann.
      Das Layout der Seite wurde mit Artisteer erstellt?

      Antworten

      • Hallo Wolfgang,

        ja, der grobe Entwurf hatte ich mit Artister erstellt. Für den Rest benutzte ich phase5. Unter it-hds.de sind auch meine ersten Gehversuche in flash, wie sagt der Schweizer, zu „beaugapfeln“

        Gruß Sebastian

        Antworten

  11. Also ich finde es kann natürlich nicht schaden wenn man etwas programieren kann. Zum einen spart man sich ggf. Kosten wenn man Selbststänig ist und zum anderen kann das ja auch Spaß machen 😀

    Ich finde allerdings das viele Firmen den Begrif Wendesigner nicht ganz verstehen, denn was ich manchmal lese was unter einer Stellenbeschreibung für einen Webdesigner steht, da kann ich nur mit den Kopf schütteln.

    Weil ich das nicht anhärend erreiche 😀

    Die schlimmste war mal eine wo Stand:
    Ausgeprägte Kenntnisse in PHP/Mysql, Linuxserver und Ruby.
    Natürlich auch noch HTML CSS usw. Das war wirklich eine Stelle die zum Webdesigner ausgeschrieben war.
    Ob diese Firma sich verschreben hat, k.a.

    Aufjedenfall wie schon gesagt können solche Kentnisse nieeeee schaden.

    Antworten

    • Außer Ruby kann ich alles einigermaßen was du aufgezählt hast 😀 Ich glaube eher die haben doch so jmd gesucht, und das passt ja zu meiner Ansicht, dass Webdesigner in gewisser Hinsicht Allrounder sein _müssen_…

      Antworten

    • Ich habe eine Ausbildung als Webmaster und -developer gemacht. Das ist irgendwie alles und nix. Aber so kann mir keiner vorwerfen, dass ich das ein oder andere eigentlich können müsste 😉
      @Daniel: in Stellenbeschreibungen steht meistens viel mehr als eigentlich benötigt wird. Wenn man sich bewirbt, stellt sich meistens raus, dass die Leute selber gar nicht wissen, was sie ales brauchen. Und wenn es doch gebraucht wird, können Sie ja nein sagen. Ich lass mich von sowas nicht mehr abschrecken. Wenn du ein Drittel vorweisen kannst (außer Hochschulabschluss, das ist was anderes) dann reicht das oft aus.
      Ich selber programmiere eigentlich ganz gerne, vorwiegend PHP. Allerdings habe ich mich bis jetzt immer um OOP rum gedrückt. Und ehrlich gesagt sehe ich in den meisten Fällen auch gar keine Notwendigkeit dafür. Ich arbeite für Kleinunternehmer, maximal Mittelstand. Da ist mir OOP bisher immer wie mit Kanonen auf Spatzen schießen vorgekomen. Wie sehen das denn die Programmierer unter euch?

      Antworten

  12. Also imho sollte man schon in der heutigen Zeit OOP draufhaben – ich drücke mich aber auch oft drum. Naja, ich mein dem Kunden wird ja in den meisten Fällen egal sein, _wie_ die Endlösung umgesetzt wurde, nur dass sie erfolgreich umgesetzt wurde ist wichtig 😉

    Antworten

  13. @Andrea:
    Ich finde das OOP auch für kleine Sachen wichtig ist, wenn man es richtig macht. Ich benutze die von mir erstellten Klassen häufiger auch für kleinere Projekte. So habe ich mir ein kleines eigenes Framework gebaut was permanent erweitert wird. Dabei habe ich festgestellt das ich weniger Zeit mit Grundlegenden Funktionen verbringe als vorher.

    Antworten

  14. Auch wenn der Beitrag schon etwas älter ist, so gibt es hier sicherlich mehrere Standpunkte.
    Man sollte zwar Allrounder sein, aber alles können und dafür nur rudimentär, das ist auch nicht die Lösung. Betrachtet man es nun einmal von der Warte, dass ein Freiberufler oder Selbstständiger, der nicht nur für Agenturen arbeitet, auch noch Berater, Marketingprofi und Verkäufer (seiner eigenen Leistung) sein muss, dann kommt da mit Design, SEO, und Entwicklung sehr viel zusammen. Das kann man kaum alles perfekt beherrschen.

    Ich halte es so, dass ich mich zwar in der Entwicklung – auch von Extensions – auskenne, dies aber möglichst wenig selbst erledige. Dann schreibe ich lieber ein Lastenheft und reiche die reine Entwicklung durch.
    Dafür bilde ich mich lieber in neuen Techniken wie HTML5, CSS3, Responsive Design und JavaScript weiter.

    Manchmal kann es sogar von Vorteil sein, wenn man einen Webdesigner beauftragt, der sich nicht oder nur ganz wenig in der Entwicklung auskennt. Dieser denkt dann nicht schon beim Design nach CSS-Rastern und überlegt sich, was wohl möglich wäre und was nicht. Wenn man als Designer mit Kenntnissen in HTML und CSS etwas gestaltet, dann denkt man zwangsläufig schon beim Design darüber nach, wie man das später umsetzen kann und grnezt sich unfreiwillig ein.

    Antworten

    • Interessanter Aspekt. Wobei die Umsetzung eines solchen Designs dann auch ganz schön Kopfzerbrechen bereiten kann und unter Umständen dann entweder Abstriche gemacht werden müssen oder das ganze an einer Divitis erkrankt 😉

      Antworten

  15. Mit Webseiten Baukästen kann man auch schon einiges selbst machen heute. Aber wenn man selbst eine Webseite erstellen will kommt man meiner Meinung nach an Programmierkenntnisse nicht vorbei. Minimum wohl schon HTML, CSS und JS. Je mehr Kenntnisse man Serverseitig hat umso besser. Greez

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.