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Warum ich seit 16 Jahren jede Woche TYPO3-Content produziere

Warum ich seit 16 Jahren jede Woche TYPO3-Content produziere

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| TYPO3 | Geschätzte Lesezeit : min.

Über 600 Videos, fast drei Jahre Twitch-Streams, Blog seit 2010. Kein Masterplan, kein Marketingkalkül. Einfach Spaß an der Sache. Warum Kontinuität mehr wert ist als jede Werbekampagne.

In der TYPO3-Community wird viel über Technik geredet. Über TypoScript, Fluid, Site Sets, Deployment. Aber selten darüber, was passiert, wenn man jahrelang sichtbar bleibt. Was Dranbleiben bewirkt. Und warum die meisten irgendwann aufhören.

Das hier ist meine Geschichte. 16 Jahre Content-Produktion, ungeplant, ohne Strategie, aus reiner Freude an der Sache. Und am Ende ein paar Gedanken dazu, warum Sichtbarkeit für jeden lohnt, der in dieser Branche selbständig arbeitet.

2010: Schulungsvideos auf DVD

Mitte der 80er war ich 14 und saß vor meinem ersten Rechner. Einem Commodore C64. Mein Vater brauchte ein Kalkulationsprogramm für seine Angebote, also schrieb ich eins. Während meiner Ausbildung zum Krankenpfleger blieben Computer mein Hobby. Die ersten Websites entstanden nebenbei.

2005 wurde das Hobby zum Nebengewerbe. Ich setzte kleinere Websites mit TYPO3 um und brachte den Kunden bei, ihre Inhalte selbst zu pflegen. Dafür nahm ich kurze Schulungsvideos auf, brannte sie auf DVD und gab sie den Kunden mit.

So fing alles an.

Der erste TYPO3-Kurs auf YouTube

2010 war ich soweit. Ich hatte mir über Jahre ein solides Wissen angeeignet und wollte es weitergeben. Auf YouTube gab es damals nichts Vergleichbares zu TYPO3 auf Deutsch.

Also habe ich es einfach gemacht.

Das kam gut an. Richtig gut sogar. 2012 folgte die zweite Auflage des Kurses. Durch YouTube und Social Media konnte ich mir in der TYPO3-Community einen Namen machen. Ich hatte damals schon sehr viele Follower auf Twitter. Als Twitter noch cool und gut war.

48 Stunden, die alles verändert haben

Mitte 2012 merkte ich, dass sich etwas ändern muss. Entweder ich wechsle den Beruf, oder ich laufe Gefahr, als Krankenpfleger in ein Burnout zu rutschen.

Irgendwann schrieb ich einen kurzen Blogartikel und postete auf Twitter, dass ich einen neuen Job suche. Innerhalb von 24 Stunden hatte sich Jochen Weiland bei mir gemeldet: "Lass uns mal reden."

Wir haben uns getroffen, geredet, und innerhalb kürzester Zeit war klar: Ich wechsle zum Jahresende zu jweiland.net und kündige meinen Job im Krankenhaus.

An dieser Stelle möchte ich Jochen Weiland namentlich danken. Er hat mir damals eine Chance gegeben. Als Quereinsteiger, der keinerlei Ausbildung in der IT-Branche hatte und sich alles selbst beigebracht hatte.

Bei jweiland.net war ich dann fast neun Jahre. Eine sehr lange Zeit für mich. In dieser Zeit habe ich unter anderem 300 bis 400 TYPO3-Videos für die Website von jweiland.net produziert. Ein Großteil davon ist dort bis heute abrufbar.

Meine Frau sagte hinterher, dass ich viel glücklicher wirke, seit ich aus dem Krankenhaus raus bin. Das war positiv für unser Familienleben, für die Kinder.

Das Ganze wäre nicht möglich gewesen, wenn ich nicht so aktiv auf YouTube und Social Media gewesen wäre. Da bin ich mir sicher.

14 Jahre später: Immer noch da

Seitdem sind 14 Jahre vergangen. Die Zahlen sind gewachsen:

  • Über 600 Videos zu TYPO3 auf YouTube
  • Fast 3 Jahre lang wöchentliche Twitch-Streams (83 davon als Aufzeichnungen auf YouTube verfügbar)
  • Blog seit 2010, teilweise mehrere Artikel pro Woche
  • Newsletter seit Jahren
  • Über 1.200 Kunden begleitet

Wenn ich ehrlich bin: Ich hatte nie einen konkreten Plan hinter all dem. Kein Content-Strategie-Dokument, keinen Redaktionskalender in den Anfangsjahren. Es hat mir einfach Spaß gemacht.

Und das ist auch das, was mich bis heute antreibt. Spaß ist mein Hauptfaktor. Wenn etwas keinen Spaß mehr macht, höre ich in der Regel irgendwann auf.

Ein kommerzielles Hobby

Ich nenne es gerne mein kommerzielles Hobby. Diese ganze Branche, alles rund um TYPO3, macht mir so viel Spaß, dass ich außer Bogenschießen, ab und zu Fußball schauen und hin und wieder Rad fahren eigentlich keine anderen Hobbys habe.

Und ich bin selten offline. Diesen Artikel erarbeite ich gerade auf dem Sofa. Füße hochgelegt, Laptop auf dem Schoß, abends um kurz nach 22 Uhr. Nicht weil ich muss. Sondern weil ich es will.

Der Letzte, der noch steht

In 16 Jahren habe ich viele kommen und gehen sehen. Andere haben mit YouTube-Kanälen, Blogs oder Tutorials zu TYPO3 angefangen. Manche haben das ein paar Monate durchgehalten, manche ein paar Jahre.

Tatsächlich bin ich, soweit ich weiß, der Einzige, der das über diesen langen Zeitraum durchzieht. Der immer noch dabei ist. Und immer noch mit Begeisterung dabei ist.

Warum die anderen aufgehört haben? Vielleicht haben sich die erhofften Erfolge nicht schnell genug eingestellt. Vielleicht war es doch mehr Arbeit als gedacht. Vielleicht haben sich die Lebensumstände geändert: Kinder, Jobwechsel, eine Agentur, die kein TYPO3 mehr macht.

Das sind alles nachvollziehbare Gründe. Aber wer Content nur als Marketing-Instrument betrachtet, wird irgendwann aufhören. Wer es aus Freude macht, bleibt.

Alles gewachsen, nichts geplant

Neben dem Content ist über die Jahre einiges entstanden. Nicht weil ich es strategisch geplant habe, sondern weil es sich ergeben hat.

TYPO3 Usergroup Bodensee (2012): Es gab hier nichts am Bodensee, also habe ich Leute gesucht, die mitmachen, und ein paar gefunden. Also haben wir sie gegründet.

t3forum.net: Ursprünglich nur für Videokursteilnehmer gedacht. Lief so gut, dass ich es öffentlich gemacht habe. Was mich bei anderen Foren immer genervt hat: Leute stellen eine Frage, finden die Lösung und schreiben dann nur "Hat sich erledigt", ohne die Lösung zu teilen. In meinem Forum achte ich darauf, dass so etwas nicht passiert. Wer eine Lösung findet, teilt sie auch.

TYPO3 Education Committee (seit 2022): Als Mitglied der TCCI Task Force arbeite ich gemeinsam mit dem Team an den Prüfungsfragen und dem Syllabus für die Integrator-Zertifizierung mit. Wir definieren also nicht nur, was TYPO3-Integratoren können sollten, sondern prüfen es auch.

Was ich daraus gelernt habe

Wenn ich 16 Jahre Content-Produktion auf ein paar Sätze eindampfen müsste, wären es diese:

Sichtbarkeit ist kein Luxus, sondern Grundlage. Keiner kann dich buchen, wenn dich keiner kennt. Egal wie gut du bist. Natürlich gibt es Leute, die nur von Mundpropaganda leben. Aber das sind Ausnahmen, nicht die Regel.

Es muss nicht perfekt sein. Mein erster YouTube-Kurs war technisch nicht besonders gut. Hat trotzdem funktioniert, weil der Inhalt gestimmt hat und es nichts Vergleichbares gab. Wer wartet, bis alles perfekt ist, fängt nie an.

Dranbleiben schlägt alles. Nicht das einzelne Video, nicht der eine Blogartikel, nicht der eine Social-Media-Post macht den Unterschied. Sondern die Summe über Jahre. Wer nach drei Monaten aufhört, weil die Zahlen nicht stimmen, hat das Spiel nicht verstanden.

Es muss Spaß machen. Das ist der wichtigste Punkt. Wer Content nur als Marketing-Instrument betrachtet, wird irgendwann aufhören. Wer es aus Freude macht, bleibt. So einfach ist das.

Wenn du als TYPO3-Integrator oder Selbstständiger überlegst, ob es sich lohnt, sichtbarer zu werden: Ja, es lohnt sich. Auf jeden Fall. Ob durch YouTube, hilfreiche Blogartikel auf der eigenen Website, Aktivität in Foren oder auf Social Media. Es gibt tausend Möglichkeiten.

Fang einfach an. Und dann bleib dran.

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Hi, ich bin Wolfgang.

Seit 2006 arbeite ich mit TYPO3. Nicht in der Theorie, sondern in echten Projekten mit echten Deadlines. Die Probleme, die du gerade hast, hatte ich wahrscheinlich schon dreimal.

Irgendwann habe ich angefangen, mein Wissen in Videokurse zu packen. Nicht weil ich gerne vor der Kamera stehe, sondern weil ich dieselben Fragen immer wieder gehört habe. Mittlerweile sind es Hunderte Videos geworden. Jedes Einzelne entstand aus einer konkreten Frage aus einem konkreten Projekt.

Was mich von einem YouTube-Tutorial unterscheidet: Ich kenne nicht nur die Lösung, sondern auch den Kontext. Warum etwas so funktioniert. Wann es nicht funktioniert. Und welche Fehler du dir sparen kannst, weil ich sie schon gemacht habe.

Meine Teilnehmer nutzen mich als Sparringspartner. Nicht im Sinne von "ruf mich jederzeit an", sondern so: Du kommst mit einem konkreten Problem in die Live-Session, postest deine Frage in der Community oder schaust dir das passende Video an. Und bekommst eine Antwort, die funktioniert, weil sie aus der Praxis kommt.

Als Mitglied im TYPO3 Education & Certification Committee sorge ich dafür, dass die Zertifizierungsprüfungen auf dem aktuellen Stand bleiben. Was dort geprüft wird, fließt direkt in meine Kurse ein.

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