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Neues TYPO3-Zertifizierungsmodell 2026: Was sich ändert und was das für dich bedeutet

Neues TYPO3-Zertifizierungsmodell 2026: Was sich ändert und was das für dich bedeutet

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| TYPO3 | Geschätzte Lesezeit : min.

Ab März 2026 gelten neue Preise und ein Bundle-Modell für TYPO3-Zertifizierungen. Was sich ändert, für wen es sich lohnt und warum so viele Kandidaten beim ersten Versuch scheitern.

Ab März 2026 gilt ein neues Preismodell für TYPO3-Zertifizierungen. Die TYPO3 GmbH hat gemeinsam mit dem Education Committee die Struktur überarbeitet. Was steckt dahinter, für wen lohnt sich was, und warum so viele Kandidaten beim ersten Versuch scheitern? Eine Einordnung.

Was sich konkret ändert

Bisher war es einfach: Du hast eine Zertifizierung gebucht, einen Versuch gehabt, und wenn es nicht geklappt hat, nochmal gezahlt. Das neue Modell ergänzt diese Möglichkeit um ein Certification Bundle.

Das Bundle kostet 840 Euro pro Person, ist zwei Jahre gültig und enthält Zugang zu allen TCCx-Zertifizierungen (Editor, Integrator, Developer, Consultant). Dazu kommen Mock Exams zur Vorbereitung, bis zu vier Online-Versuche und unbegrenzte Versuche bei physischen Events wie den TYPO3 Developer Days.

Die Einzelzertifizierungen bleiben bestehen, mit angepassten Preisen:

  • TCCE (Editor): 120 Euro
  • TCCI (Integrator): 400 Euro
  • TCCD (Developer): 600 Euro
  • TCCC (Consultant): 800 Euro

Jeweils ein Versuch pro Buchung. Membership- und Partner-Rabatte gelten weiterhin.

Warum die Änderung? Die Zahlen sprechen für sich

Ein Blick auf die Zahlen macht klar, warum das alte Modell Grenzen hatte: 2025 hat knapp jeder dritte Kandidat die Prüfung beim ersten Versuch nicht bestanden. Bei der Editor- und Integrator-Zertifizierung lag die Quote sogar bei 40 bis 44 Prozent.

Für die Betroffenen bedeutet das: nochmal zahlen, nochmal vorbereiten, nochmal antreten. Das kann schnell ins Geld gehen, besonders bei Agenturen mit mehreren Mitarbeitern.

Warum so viele Kandidaten bei Editor und Integrator durch die Prüfung fallen

Auf den ersten Blick ist es überraschend, dass ausgerechnet beim Editor die meisten Kandidaten nicht bestehen. Die offiziellen Zahlen liefern keine Begründung dafür. Was folgt, ist meine persönliche Einschätzung aus der Praxis. Es gibt sicher auch andere Faktoren, aber ich halte diese beiden für besonders plausibel.

Redakteure arbeiten in der Regel nicht mit einem Standard-TYPO3. Ihr Backend wurde von der umsetzenden Agentur oder dem Integrator angepasst: Custom Content-Elemente, eingeschränkte Sichtbarkeit, individuelle Workflows. Viele Redakteure kennen nur "ihr" TYPO3. Die Prüfung setzt aber auf einem Standard-TYPO3 auf. Wer die Standardfelder und das Standardverhalten nicht kennt, hat es schwer.

Beim Integrator sieht es meiner Einschätzung nach etwas anders aus. Hier liegt das Problem vermutlich eher in der Unterschätzung. Gerade für Leute, die aus der Entwicklung kommen, wirkt die Integrator-Zertifizierung auf den ersten Blick wie ein "leichtes" Zertifikat. Das ist sie aber nicht. Die Prüfung deckt ein breites Spektrum ab und erfordert solide Vorbereitung. Wer sich darauf nicht einlässt, fällt durch.

Als Mitglied der TCCI Task Force im Education Committee kann ich sagen: Wir arbeiten aktiv daran, die Prüfungsfragen möglichst praxisnah zu gestalten. Es geht nicht um esoterisches Spezialwissen, sondern um Dinge, die im Alltag eines Integrators tatsächlich relevant sind. Das war früher nicht immer so, aber die Richtung stimmt.

Genau deshalb orientieren sich auch meine TYPO3-Videokurse konsequent am offiziellen Syllabus und an den Inhalten, die in der Zertifizierung geprüft werden. Das Wissen befruchtet sich gegenseitig: Was ich aus der Arbeit an den Prüfungsfragen lerne, fließt in die Kurse ein. Und umgekehrt.

Für wen lohnt sich das Bundle?

Das Bundle ist vor allem für Agenturen und Teams interessant. Die Rechenbeispiele im Originalartikel der TYPO3 GmbH zeigen das deutlich: Ein Team mit sechs Mitarbeitern zahlt bei Einzelzertifizierungen inklusive Wiederholungen rund 3.640 Euro für sechs Zertifizierungen. Mit dem Bundle: 5.040 Euro für mindestens neun Zertifizierungen über zwei Jahre, ohne Zusatzkosten bei Wiederholungen.

Für Einzelkämpfer, die genau eine Zertifizierung anstreben, bleibt die Einzelbuchung die bessere Wahl. Das ist aber auch nicht die Zielgruppe des Bundles.

Ein Punkt, den man im Blick behalten sollte: Das Bundle darf nicht dazu verleiten, die Prüfung auf die leichte Schulter zu nehmen. "Wenn ich durchfalle, mache ich es halt nochmal" ist keine gute Strategie. Eine gründliche Vorbereitung bleibt der beste Weg. Wer sich die Zeit nimmt und strukturiert lernt, hat gute Chancen, beim ersten Versuch zu bestehen. Das spart nicht nur Geld, sondern auch Nerven. Meine Videokurse sind genau darauf ausgelegt: die Inhalte des Syllabus strukturiert und praxisnah aufzuarbeiten, damit du gut vorbereitet in die Prüfung gehst.

Weitere Änderungen im Überblick

Neben dem neuen Preismodell gibt es ein paar organisatorische Änderungen:

  • Bereits gekaufte Voucher bleiben gültig
  • Zertifizierungen werden nicht mehr über den TYPO3 Online-Shop verkauft
  • Buchung und Zahlung laufen ausschließlich über my.typo3.org
  • Bestehende Zertifizierungen behalten ihre Gültigkeit

Warum sich eine TYPO3-Zertifizierung lohnt

Unabhängig vom Preismodell: TYPO3-Zertifizierungen sind wertvoll. Für Freelancer und Solo-Selbstständige können sie ein Faktor sein, um höhere Stundensätze durchzusetzen. Für viele Kunden sind Zertifizierungen nach wie vor ein wichtiges Qualitätsmerkmal.

Für Agenturen wird es noch relevanter. Bei öffentlichen Ausschreibungen wird oft eine bestimmte Anzahl zertifizierter Entwickler oder Integratoren vorausgesetzt. Stichwort Government Site Builder, der in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen wird. Ohne zertifizierte Mitarbeiter ist die Teilnahme an solchen Ausschreibungen schlicht nicht möglich.

Und es gibt einen Nebeneffekt, der gerne unterschätzt wird: Die Vorbereitung auf eine Zertifizierung zwingt dich, dich mit aktuellen Techniken und Methoden auseinanderzusetzen. Wer im Tagesgeschäft steckt, bleibt schnell in alten Mustern hängen, weil es ja funktioniert. Die Zertifizierung ist ein guter Anlass, da rauszukommen und den eigenen Wissensstand auf den Prüfstand zu stellen.

Fazit

Das neue Zertifizierungsmodell ist ein sinnvoller Schritt. Es schafft Planungssicherheit, reduziert das finanzielle Risiko bei Wiederholungen und erleichtert den Zugang zu mehreren Zertifizierungen. Ob sich das Bundle oder die Einzelzertifizierung lohnt, hängt von der individuellen Situation ab.

Was sich nicht ändert: Gute Vorbereitung bleibt der Schlüssel. Die Prüfungen sind anspruchsvoll, praxisnah und werden kontinuierlich weiterentwickelt. Wer sich ernsthaft vorbereitet, ob mit Videokursen, eigener Praxis oder beidem, hat gute Karten.

Den vollständigen Artikel der TYPO3 GmbH mit allen Details und Rechenbeispielen findest du hier: Neues TYPO3 Certification Pricing & Bundle 2026

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Hi, ich bin Wolfgang.

Seit 2006 arbeite ich mit TYPO3. Nicht in der Theorie, sondern in echten Projekten mit echten Deadlines. Die Probleme, die du gerade hast, hatte ich wahrscheinlich schon dreimal.

Irgendwann habe ich angefangen, mein Wissen in Videokurse zu packen. Nicht weil ich gerne vor der Kamera stehe, sondern weil ich dieselben Fragen immer wieder gehört habe. Mittlerweile sind es Hunderte Videos geworden. Jedes Einzelne entstand aus einer konkreten Frage aus einem konkreten Projekt.

Was mich von einem YouTube-Tutorial unterscheidet: Ich kenne nicht nur die Lösung, sondern auch den Kontext. Warum etwas so funktioniert. Wann es nicht funktioniert. Und welche Fehler du dir sparen kannst, weil ich sie schon gemacht habe.

Meine Teilnehmer nutzen mich als Sparringspartner. Nicht im Sinne von "ruf mich jederzeit an", sondern so: Du kommst mit einem konkreten Problem in die Live-Session, postest deine Frage in der Community oder schaust dir das passende Video an. Und bekommst eine Antwort, die funktioniert, weil sie aus der Praxis kommt.

Als Mitglied im TYPO3 Education & Certification Committee sorge ich dafür, dass die Zertifizierungsprüfungen auf dem aktuellen Stand bleiben. Was dort geprüft wird, fließt direkt in meine Kurse ein.

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