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10. Februar 2011

Wie sichert man am besten seine Daten

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Da ich den heutigen Tag zu einem großen Teil dazu nutze, diverse Backups anzulegen und auch auszumisten, dachte ich mir, ich schreibe mal während der Wartezeit einer Backup-Aktion einen kleinen Artikel darüber.

Daten zu sichern ist heutzutage wichtiger denn je. Die Festplatten werden immer größer und günstiger, aber so werden natürlich auch die Mengen an Daten, die man darauf speichert, immer größer. Um so ärgerlicher, wenn diese Daten plötzlich verloren sind. Denn auch moderne Festplatten können einfach kaputt gehen, oder ein Systemabsturz ruiniert Daten, die eigentlich gerade gespeichert werden sollen. Sogar CDs und DVDs halten nicht ewig, man sagt, dass nach ca. 4-5 Jahren viele Daten nicht mehr lesbar sind.Und für manch einen kann ein Datenverlust nicht nur ein persönlicher Verlust von z.B. Familienfotos sein, sondern ein handfestes wirtschaftliches Problem verursachen, wenn wichtige Kundendaten ins digitale Nirvana überwechseln.

Ich möchte euch heute mal mein Backup-Konzept vorstellen. Ich behaupte nicht, daß meine Vorgehensweise die beste ist, und vielleicht kann mir der eine oder andere Leser ja auch ein paar gute Verbesserungstipps geben.

Betriebssystem

Jeder, der schon eine Weile mit Windows arbeitet, wird dieses System schon öfter mal neu installiert haben. Sei es, weil irgend ein Programm, welches man „mal ausprobieren“ wollte, das System geschrottet hat, oder einfach, weil Windows die schlechte Angewohnheit hat, mit der Zeit immer langsamer und träger zu werden.

Seit einiger Zeit nutze ich für die Systemsicherung das Programm TrueImage von Acronis. Ich habe mir nach meiner letzten Windows-Installation auf meinem aktuellen PC ein Komplettbackup der Systempartition angelegt, nachdem ich alle für mich wichtigen Programme installiert hatte. Dieses Backup liegt auf einer externen Festplatte. Wenn Windows jetzt aus irgendeinem Grund den Geist aufgibt, könnte ich dieses Backup zurückspielen und hätte wieder ein relativ sauberes Windows.

Zusätzlich lasse ich aber über TrueImage einmal täglich in inkrementelles Backup der Windows-Partition anlegen. In diesem werden alle Änderungen gesichert, die seit dem Vortag an der Festplatte vorgenommen wurden. Diese Backups landen auch auf einer externen Festplatte.

TrueImage bietet auch die Möglichkeit, eine so genannte Notfall-CD zu erstellen. Sollte ich mein Windows nicht mehr starten können, kann ich den PC von dieser CD booten und eine der vorherigen Sicherungen wieder herstellen. Theoretisch zumindest, denn zum Glück musste ich den Ernstfall noch nicht testen!

Eine Zeit lang nutzte ich auch das Programm GenieTimeline, das ist im Prinzip das gleiche wie TimeMachine auf dem Mac. Aber das Programm war mir leider viel zu Ressourcenhungrig, so daß ich es wieder deinstallierte.

Meine Daten

Ähnlich gehe ich mit meinen Daten vor. Durch das Webdesign habe ich natürlich auch viele wichtige Kundendaten auf meinem PC liegen, zum Beispiel Rechnungen, Fotos, Texte und natürlich alle Entwürfe und HTML-Umsetzungen der Projekte. Ein Verlust dieser Daten wäre eine kleine Katastrophe. Deshalb handhabe ich die Sicherung ein wenig aufwendiger.

Einmal lasse ich ebenfalls täglich mit TrueImage ein Backup bestimmter Verzeichnisse auf die externe Festplatte anlegen. Zusätzlich speichere ich diese Daten aber auch noch im Internet, denn externe Festplatten können schließlich auch mal kaputt gehen.

Zu diesem Zweck habe ich mir ein Strato HiDrive zugelegt, momentan die Variante mit 100 GB Speicherplatz. Das ist praktisch eine Festplatte, auf die ich per Internet Zugriff habe. Ich kann diese Festplatte einfach per WebDAV als Netzlaufwerk einbinden und habe dann ganz normal über den Windows-Explorer Zugriff darauf, wie auf eine interne Festplatte.

Um die Daten synchron zu halten, nutze ich das Programm GoodSync, und lasse so regelmäßig die Verzeichnisse auf meiner internen Platte mit dem WebDAV-Laufwerk synchronisieren. Sollten meine Festplatten hier den Geist aufgeben, habe ich die wichtigsten Daten noch „in der Cloud“.

Zusätzlich zu den Kundendaten sichere ich auch meine privaten Fotos auf diese Weise. Ich habe inzwischen tausende von Fotos auf der Festplatte liegen, aber die wenigsten davon habe ich oder werde ich  jemals als echte „Papierfotos“ in den Hände halten.

Fazit

Ich finde, Backups zu machen ist sehr wichtig.

Wie haltet ihr das? Sichert ihr regelmäßig eure Daten?
Und wenn ja, wie geht ihr dabei vor? Nutzt ihr die Bordmittel eures Betriebssystems oder verwendet ihr extra Programme dafür?
Oder habt ihr „Gottvertrauen“ und sichert gar nicht?

Ich bin auf eure Lösungen gespannt!

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Kommentare

Kommentare

Wolfgang Wagner

lebt in Friedrichshafen und arbeitet als Web Developer bei der TYPO3 Agentur jweiland.net in Filderstadt. Weitere Orte im Web: Twitter, Facebook, Videotraining zu TYPO3 8 LTS

Kommentare (21) Schreibe einen Kommentar

  1. Danke für deine Erklärung. Sie kommt gerade zur rechten Zeit, da ich momentan noch nach Strategien suche, wie ich meine Backups besser erstelle. Sagst du uns auch, welche Festplatten du nutzt?

    Für die Festplatten wollte ich mir noch sowas wie die Synology DS211j NAS kaufen.

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  2. Klingt äußerst vernünftig, was du da treibst. Wir Mac-User haben es da etwas leichter, wir nehmen einfach das integrierte Time Machine, welches nach einer einmaligen Einrichtung, die ca. 20 Sekunden dauert, ein Mal pro Stunde inkrementell sichert. Klingt viel, stört aber nicht weiter, da man ja kaum was davon merkt. Meine derart erzeugten Backups landen auf einer WD My Book Live, einer Festplatte mit Netzwerkanschluss, die auch gleich die notwendigen Voraussetzungen für ein Netzwerkbackup über Time Machine erfüllt. Sehr praktisch. Geht meine Festplatte übern Jordan, kaufe ich eine neue, lege meine Betriebssystem-DVD ein und sage: Bitte stelle mir mein System aus dem Backup wieder her. Dann gehe ich drei, vier Stunden spazieren und wenn ich zurück bin, sieht mein System aus wie vorher :-).

    Einige Daten parke ich zusätzlich noch in meiner Dropbox, in der ich 18 GB Speicherplatz habe. Was ich hier, gegenüber einer WebDAV-Lösung wie HiDrive, liebe ist das Versionierungsfeature.

    Meine Web- und Softwareprojekte lege ich außerdem noch bei GitHub ab, da ich ohnehin ausschließlich Git für die Versionierung verwende.

    Ich denke, dass ich die Wahrscheinlichkeit, dass hier irgendwas total krachen geht auf ein absolutes Minimum reduziert hab. Allein schon deswegen, weil ich einen Teil meiner Daten auf mehrere Kontinente verteilt hab.

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    • Hört sich auch gut an.
      Ja, TimeMachine ist echt ein nettes Programm. So etwas bietet ja GenieTimeline auch, aber leider hat das meinen Bootvorgang bis ins undendliche verzögert :-/

      Aktuelle Kundenprojekte lege ich zur Zeit bei Wuala ab. Wenn die allerdings abgeschlossen sind, wandern die ins normale Backup.

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  3. Na ja, ich selber hatte bis jetzt kein Acer-Gerät, kann also nicht aus eigener Erfahrung sprechen. Mal schauen, spruchreif ist das Ganze ‚eh noch nicht, aber früher oder später werde ich mir etwas in der Richtung anschaffen.

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    • Lies entsprechende Tests, Acer ist und bleibt Billigmist. Das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt zwar, aber gerade bei Geräten, auf die man sich verlassen möchte, würde ich kein Acer nehmen.

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  4. Ich habe bisher noch nie sehr effektiv meien Daten gesichert, habe auch einige mehr oder weniger wichtige Daten auf meinen insgesamt 3,7 TB Festplatten im Heimnetzwerk zerstreut… Aber ich wollte in nächster Zeit auch mal ein effektives Sicherungskonzept entwickeln.

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    • Lieber früher als später, sonst könntest du es bereuen 😉

      Ich habe gerade den Laptop einer Bekannten hier, deren Freund ein neues Windows installieren wollte und dabei versehentlich die Festplatte formatiert hat – mit tausenden von Fotos drauf 🙂 Jetzt versuche ich, wenigstens einen Teil der Daten wieder herzustellen. Mit nem Backup war das egal gewesen.

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  5. Falls du nicht weiter kommen solltest, könnte ich dir evtl. empfehlen, mal bei http://www.edv-doelker.de/ anzurufen. (Ist nicht in eigener Sache, ist zwar ein Betrieb aus nem Nachbarort, aber ich hab mir noch keine Meinung von denen gebildet, weils ja auch quasi meine Konkurrenz ist. Bloß weiß ich, dass sie super Wiederherstellungs-Tools nutzen.)

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    • Danke für den Tipp. Aber ein Kumpel von mir hat ein paar Meter weiter einen PC-Serviceladen, wenn ich es nicht schaffe, wäre das dann mein nächster Schritt. Aber das kriege ich schon hin, hat bisher immer geklappt, solange es kein Hardwaredefekt war.

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  6. Ich benutze auch WEBdav in Kombination mit GoodSync. Leider habe ich extreme Geschwindigkeitsprobleme: Ich habe ca. 100 GB Daten (300.000 Stück).

    Leider muss GoodSync vor jedem Sync analysieren, und das dauert ca. eine halbe Stunde bei der Datenmenge. Gibt es keine Möglichkeit, ein Dropbox-ähnliches Look & Feel herzustellen?

    Hab jemand einen Tipp (Programm)?
    Vielen Dank.

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  7. Ich meld mich hier auch nochmal, ich hab jetzt seit gestern nämlich einen Acer Aspire easyStore Homeserver mit 4TB HDDs, bald kommen noch weitere 4TB rein. Der sichert über die Windows Homeserver-Konsole automatisch täglich, wöchentlich und monatlich alle PC’s im Netzwerk, und alle Daten auf dem Server werden dupliziert, so dass auch ja nix verloren gehen kann. Hab mich nur grad damit rumgeärgert, dass er normale SATA-Festplatten nicht zu erkennen scheint (HotPlug). Vllt. ist bei denen die ich mitbestellt hab, die bald kommen dürften, ja irgendwas anders… Aber soweit bin ich zufrieden und hab auch schon alle Daten aufm Server.

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