Responsive Webdesign – heutzutage ein Standard?

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Responsive Webdesign ist ja schon seit langem nicht mehr nur ein Trend, sondern meiner Meinung nach für aktuelle und auch zukunftssichere Seiten ein absolutes Muss. Es gibt meiner Meinung nach nur wenige Ausnahmefälle, in denen man auf ein Responsive Design verzichten kann.

Trotzdem stößt man immer wieder auf neue, kürzlich gelaunchte Websites, die ein statisches Layout verwenden und in keinster Weise „responsive“ sind.

Bei solchen Seiten stelle ich mir immer die Frage, warum sich die Entwickler/Kunden/Entscheider für ein statisches und gegen ein responsive Design entschieden haben.

Waren es die Kosten? Das Responsive Design teurer werden kann als ein statisches, ist klar, da hier z.B. viel mehr Tests durchgeführt werden müssen. Wobei sich die Mehrkosten bei der Verwendung von Frameworks in Grenzen halten dürften. Mit Frameworks meine ich jetzt aber nicht nur „fertige“ Frameworks wie YAML, Bootstrap oder Foundation, sondern auch selber entwickelte Frameworks, wie sie bei vielen Agenturen oder auch Freelancern zum Einsatz kommen.

Was könnte noch der Grund sein, sich für ein statisches Layout zu entscheiden? Irgendwie fällt mir kein vernünftiger ein.

Wie seht ihr das? Setzt ihr überhaupt noch statische Layouts um? Oder macht ihr alles „responsive“? Oder gar nichts?

Lasst mal eure Meinung hören!

17 Gedanken zu “Responsive Webdesign – heutzutage ein Standard?”

  1. von den letzten ca. 20 Projekten gab es 1 Seite mit festen breiten… war dem kunden zu teuer… ansonsten alles responsive 😉

    gruss
    M

  2. Standard – Eine Seite muss heutzutage einfach responsive sein! Wer hat noch nicht per Smartphone eine Seite aufgerufen und sich geärgert, dass diese nicht vernünftig bedienbar war?

    Bei fertigen Frameworks sehen die Seiten alle oft ziemlich gleich aus und sind manchmal auch total überladen an Sachen, die man gar nicht benötigt. Klar hat man einen gewissen Testaufwand (besonders wegen der vielen verschiedenen Android-Geräte). Aber wenn man selbst alles programmiert kann man die jeweiligen Seiten sehr gut individuell an den Kunden anpassen.

  3. Grundsätzlich bin ich komplett deiner Meinung, eine Webseite MUSS für mobile Geräte entwickelt werden.
    Das Problem ist oft nur, dass nicht alle Kunden ein Smartphone besitzen und diese Problematik nachvollziehen können. Wir merken stark die Branchen und die Größe des Unternehmens. Bei Kunden mit langen, bürokratischen Wegen ist es zum Beispiel viel schwieriger. Sitzen Beamte (so leider tatsächlich die Erfahrung) am Entscheidungshebel, gibt es selten eine mobile Anpassung. Vor allem Unternehmen, die sich im Wachstum befinden und nach vorne streben wollen, zeigen sich offen für neue Techniken und den multimedialen Markt.
    Ich denke, es handelt sich sicher noch um Jahre bis auch die Letzten verstanden haben, dass mobile Internetnutzer keine Randgruppe mehr darstellen, doch dann gibt es sicher schon wieder jede Menge Neues 😉

  4. Es mag durchaus auch Webseitenbetreiber geben, denen der Aufwand eine Seite mobile-fit zu machen zu hoch ist, weil die Zahl der Leute die diese spezielle Seite mobil aufrufen zu gering ist. Ich würde also nicht sagen, dass responsive per se ein Muss ist. Es kütt drop an …

    Butsch

    P.S.: Nur mit „responsive HTML“ ist es nicht getan. Auch die Inhalte müssen „responsive“ sein …

    • P.S.: Nur mit “responsive HTML” ist es nicht getan. Auch die Inhalte müssen “responsive” sein …

      Da hast du absolut recht. Deshalb ist es bei der Neugestaltung einer Website wichtig, sich im Vorfeld Gedanken über die Inhalte und deren Präsentation zu machen. Idealerweise sind die Inhalte schon da, bevor der erste Strich am Design gemacht wurde, also nach dem Prinzip „Content first“. Aber das klappt leider selten.
      Und auch aus dem Grund liebe ich Anfragen in der Art „Was kostet es, meine alte Website mal schnell responsive zu machen?“ 😉

      Wegen der Zahl der mobilen Aufrufe: jetzt mag die in manchen Fällen noch gering sein, aber wie sieht es ein 1, 2 oder 3 Jahren aus? „Mobil“ bedeutet ja auch nicht unbedingt „von unterwegs“, sondern auch mit dem Tablet/Smartphone vom Sofa aus, vom Besprechungszimmer, oder sonstigen Orten.

      Und ab wieviel Prozent „mobiler Zugriffe“ werden diese Zugriffe relevant? 5%? 10%? 30%?
      Ich denke, wer heute eine neue Website möchte, erspart sich Ärger in der Zukunft, wenn er gleich auf „responsive“ setzt.

  5. We recently made a decision to do responsive design only. At this point we’re sticking exclusively with Bootstrap due to speed of integration. We held off because frankly it was a LOT of extra work to do responsive design in TYPO3 CMS. With the advent of the fluid/flux and the advent of fluidbootstraptheme extension (soon to be released… still in dev on GitHub), this process is much easier and repeatable/portable.

  6. Wer sich bei einem Relaunch der Website gegen Responsive Design entscheidet, ist vermutlich selbst nicht häufig mit dem Smartphone oder Tablet im Internet und kennt den Unterschied zwischen mobile-freundlichen und unangepassten Seiten nicht genau. Ich finde jedoch auch, dass die Zeiten der statischen Webseiten vorbei sind.

    • Das ist so komplett falsch! Natürlich kann man es für kleine Websites sehr schön über Media Queries lösen, doch wie sieht das denn bei komplexen Websites aus?

      1. „Statische Websites“ haben nichts mit responsive Webdesign zu tun. Die Bezeichnung „statisch“ kommt lediglich daher, das diese Websites nicht dynamisch Inhalte darstellen können. (z.B. Blogbeiträge aus einer Datenbank)

      2. „Statisches Design“ setzt man ein wenn es sehr komplex von der Darstellung wird und zum Beispiel in einer Desktop-Version andere Inhalte, als in einer Mobile-Version dargestellt werden sollen. (wird meistens über Redirects auf eine Sub-Domain oder auf einen Unterordner reralisiert)

      3. Und jetzt kommt es, man stelle sich vor es gibt immer noch (mit gutem Recht) Websites oder Webanwendungen, die nur für den Desktop konzeptioniert sind und deren Einsatz auf Mobil-Geräten gar keinen Sinn ergeben würden.

      Somit würde ich sagen, ja es gibt sehr wohl noch Gründe statische Designs zu verwenden.

  7. interessantes thema. also frameworks für css mag ich auch nicht. per scss kann man sich recht leicht ein grid bauen… da braucht man nicht extra ein framework. zudem weiß man auch was man hat. viele bootstrap und auch wordpress-weiten sehen sich mehr als ähnlich.

    es wäre schön, wenn auch mal nicht-programmierer responsive design nicht nur als zusammenschieben der seite verkaufen würden. zum teil werden seiten auf dem handy so lang, da scrollt man sich tot. also dass auch sachen wie content einfluss haben, verstehen viele nicht. ist immer recht schön, wenn das datenvolumen am monatsende aufgebraucht ist und alles nur noch langsam geht. da freut man sich jedes mal, wenn z.b. „sinnlose“ inhalte wie footer oder sidebar erst nach scrollen oder per button geladen werden, gerade wenn ein sidebar recht bilderlastig ist.

    auch wenn es teurer ist, so sind wir uns doch einig, dass nicht viele wege daran vorbei führen. es ist zum teil eben echt schwer, anderen das thema verständlich zu machen. allein drei teaser in einer reihe sind auf einem handy ggf 1 bis 1 1/2 bildschirme – nur mach sowas mal einem designer klar – man will ja nicht immer der arsch sein.

    als programmierer ist es je nach umfeld echt frustrierend.

  8. Ich persönlich finde, dass heutzutage jede Website responsive sein muss, da man schon längst nicht mehr nur am PC oder am Laptop im Internet surft sondern auch sehr viel mobil unterwegs ist.

  9. Die HTML Elemente sind schon immer „responsive“ gewesen. Ein p oder H1 Tag oder auch ein DIV sind per se responsive. Es gibt einen tollen Artikel über Responsive Design im Netz, wo genau das auch erklärt wird. Responsive ist nichts Neues, wird nur als „neue Technik“ verkauft. Ich finde es immer wieder interessant, dass man oft wieder zum Ursprung zurückkehrt, wie bei so vielem im Leben 🙂 Auch ich bin für Responsive bei Projekten die alle Nutzergeräte erreichen sollen.

    Happy coding…

  10. Responsive ist fast schon ein muss! Denn wer keine hohen Absprungraten und lange Aufenthaltsdauer generieren will, der sollte umstellen oder gleich von Anfang an auf Responsive setzten. Die mögliche Variante mit dem 960Grid auf Mobil zu optimieren ist auch nur eine Zwischenlösung.

  11. Bei mir setzten die meisten Kunden in der responsive Desing voraus. Mittlerweile ist es auch relativ schwierig einen vernünftigen Aufpreis dafür zu verlangen, weil es eban als Standard vorrausgesetzt und erwartet wird.

    Kommt natürlich immer auch auf die Kunden & Branche an.

    • Man hat halt 2 Möglichkeiten, wie man das abwiegen muss.

      1. Handelt es sich bei den Anpassungen lediglich um die Darstellung, so sollte meiner Meinung nach der Preis der selbe sein, da man es von Anfang so planen sollte. Es würde also kein wirklicher Mehraufwand entstehen.

      2. Geht es aber darum andere Inhalte darzustellen, ist es natürlich über die höhere Aufwandszeit regelbar. Da ja in diesem Fall schon fast von 2 Webseiten zu sprechen wäre.

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