Nexus 7 – ein kleiner Testbericht

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Seit ein paar Wochen habe ich ein Nexus 7 Tablet von Google hier und konnte es in dieser Zeit relativ gründlich testen.

Das Nexus 7 ist sozusagen das Tablet für den kleinen Geldbeutel, die kleinste Variante mit 8GB Speicher kostet momentan 199.-Euro. Die 16 GB-Version ist für 249.- Euro zu haben. Angeblich soll demnächst auch ein Modell mit 32GB erscheinen, aber genaues weiß ich darüber noch nicht.

Nexus 7, Quelle: http://www.google.com/nexus/#/7
Das Nexus 7 kommt mit dem Betriebssystem Android daher, momentan mit der Version 4.1. Tatsächlich war es mein erstes Android-Gerät, bisher kenne ich nur Windows, Linux und iOS. Ich habe mich aber recht schnell zurecht gefunden, die Bedienung ist nicht viel anders als das, was man so gewöhnt ist. Wobei ich sicherlich noch nicht alle Tricks und Kniffe beherrsche, aber für den Alltag komme ich zurecht.

Da das Nexus 7 von Google kommt, ist natürlich die Integration mit allen Google-Diensten perfekt. So meldet man sich sofort mit seinem Google-Konto an und hat dann direkten Zugriff auf Mail, Kalender, Kontakte, Drive, Docs und was es sonst noch so gibt. Ich nutze auch den Google Reader zum lesen diverser RSS-Feeds, auch der ist perfekt über eine eigene App integriert.

Besonderes Schmankerl: Google Now, das allerdings in Deutschland noch nicht seinen vollen Funktionsumfang mitbringt.

Das Nexus 7 lässt sich übrigens an sehr vielen Punkten per Sprache steuern, in meinen Tests hat das ziemlich gut funktioniert.

Die technischen Spezifikationen werde ich hier nicht aufzählen, das könnt ihr am besten direkt auf der Produktseite nachlesen.

Das Nexus 7 ist ein 7“-Tablet und deshalb sehr handlich. Hier hat es bei manchen Anwendungen Vorteile gegenüber dem iPad, manchmal ist das aber auch von Nachteil. Dazu später mehr.

Hier mal ein direkter Größenvergleich zwischen Nexus 7 und iPad 1.

Größenvergleich Nexus 7 und iPad 1

Was mache ich mit dem Nexus 7?

Hauptsächlich nutze ich das Tablet zum mobilen Surfen. Sozusagen auf der Couch lümmeln und im Web surfen, E-Mails und Feeds lesen, Twittern und Facebook. Aber natürlich kommt es auch beim Webdesign zum Einsatz. Per Adobe Edge Inspect kann man das Nexus 7 perfekt bei der Entwicklung von Responsive Webdesigns als Testgerät verwenden.

Das Nexus 7 bringt Chrome als Browser mit. Aktiviert man dann bei seiner PC-Version und der mobilen das synchronisieren über das Google-Konto, hat man sowohl auf dem Desktop/Laptop als auch auf dem Tablet immer alle Bookmarks synchron. Nettes Feature.

Natürlich lassen sich auch andere Browser installieren, so habe ich auch Firefox und Opera mit dabei.

Die Suche nach einem vernünftigen Twitter-Client gestaltete sich schwieriger, da es vom meiner Meinung nach besten Client Tweetbot leider keine Android-Version gibt. Nach ein paar Versuchen bin ich schließlich bei Tweetcaster gelandet, mit dem man ganz vernünftig twittern kann. Nicht perfekt, aber nahe dran.

Über Google Play hat man natürlich auch Zugriff auf Filme und E-Books, wobei ich das jetzt noch nicht direkt verwendet habe. E-Books habe ich bisher größtenteils auf dem iPad gelesen, entweder über iBooks oder über Amazons Kindle-App. Natürlich gibt es auch für das Nexus 7 die Kindle-App, und so habt ihr automatisch Zugriff auf alle E-Books, die ihr bei Amazon vielleicht schon gekauft habt. Ansonsten gestaltet sich das Lesen auf dem Nexus sehr angenehm. Das Gerät ist sehr leicht und handlich, man kann es bequem mit einer Hand bedienen, und so eignet es sich auch perfekt für die abendliche Bettlektüre. Das Display ist sehr gut, die Schrift ist angenehm zu lesen. Ich habe das Gerät allerdings bisher noch nicht im Sonnenlicht getestet sondern bisher nur in geschlossenen Räumen.

Das Filme schauen ist eine andere Sache. Meiner Meinung nach ist das Display dafür fast zu klein. Gerade unterwegs im Zug oder Flieger kann ich mir das nicht so gut vorstellen, da man sich das Gerät relativ nahe vor das Gesicht halten muss, um auch Details zu sehen. Hier ist ein Tablet von der Größe des iPads eindeutig besser geeignet.

Schließlich kann man natürlich auch Musik mit dem Nexus hören. Ich habe mir vor kurzem mal einen Premium-Testaccount von Spotify geholt und mir dann auch gleich die App installiert. So habe ich jetzt also Zugriff auf alle meine Spotify Playlisten. Die Soundqualität ist nicht schlecht, allerdings sollte man bei einem so kleinen Gerät auch nicht zuviel erwarten. Hier fehlt schlicht und einfach das nötige Volumen für fette Bässe. Hier hat also meiner Meinung nach das iPad die Nase vorne.

Pro und Contra

Bevor ich hier aber noch Romane schreibe, liste ich hier einfach mal ein paar Vor- und Nachteile auf. Das Ganze ist natürlich subjektiv und nur meine persönliche Meinung 😉

Pro:

  • sehr leicht und handlich
  • einfache Bedienung, auch beim ersten Kontakt mit Android keine Probleme
  • sehr guter Bildschirm, gute Lesbarkeit, gute Farben
  • „Linkzoom“, so nenne ich das mal. Wenn Links auf einer Website nahe beieinander liegen, so dass ich sie mit meinen Wurstfingern nicht genau treffe, werden die Links automatisch herangezoomt und man kann den gewünschten antippen. Keine Ahnung, ob das ein normales Android-Feature ist, aber ich finde das ziemlich cool. Sollte auch in iOS eingebaut werden.

Contra:

  • Verarbeitung teilweise „billig“, die linke Seite des Screens steht ein klein wenig hoch und gibt bei Druck nach. Das Problem habe aber nicht nur ich, wie man auf diversen Foren und Websites nachlesen kann. Hier ist das iPad deutlich hochwertiger (kostet aber natürlich auch ne Ecke mehr)
  • Ausrichtung des Homescreens fest, das heisst, man kann den Homescreen nur im Hochformat nutzen. Erst nach Installation einer kostenpflichtigen App passt sich auch der Homescreen der Ausrichtung des Tablets an. Finde ich blöd, das sollte zur Standardfunktionalität geören.
  • 8 bzw 16 GB Speicher sind relativ gering, wenn man das Nexus 7 vor allem als Mediaplayer nutzen will, ist bald Ende Gelände. Leider lässt es sich nicht durch SD-Cards erweitern, weil auf einen SD-Slot verzichtet wurde.

Fazit

Alles in allem bin ich mit dem Nexus ziemlich zufrieden, auch wenn mit die Bedienung von Android teilweise ein wenig „holprig“ erscheint. Hier bin ich halt iOS gewöhnt, das in vielen Punkten einfach schöner ist und flüssiger läuft (persönliche Meinung!).

Trotzdem nutze ich das Gerät oft und gerne und kann auf jeden Fall eine Kaufempfehlung aussprechen. Wer ein günstiges Tablet sucht, kann mit dem Nexus 7 eigentlich nichts falsch machen.

10 Gedanken zu “Nexus 7 – ein kleiner Testbericht

  1. Auch ich hab das Gerät und kann Wolfgangs Meinung zu 100% teilen.

    Da ich leider ein Gerät erwischt habe, das technische Mängel hat und ich es austauschen muss (linke Seite des Touchscreens funktioniert nicht zuverlässig), kann ich Euch aber über den Support von Google berichten. Der ist gut. Fragen werden schnell beantwortet, Rückrufe erfolgen (per Kontakt-Formular) blitzschnell, Support ist sehr freundlich. Rückgaben werden anstandslos akzeptiert. Mit den Rücksendemarken dauert es aber leider länger als angegeben. Ansonsten top.

    Freue mich auf das neue Gerät & hoffe daß es dann die zweite Produktionstaffel ist.

  2. Hey, ich habe mir „damals“ (Anfang August) das Gerät aus GB importiert. Bin sehr zufrieden. Also Preis/Leistung ist top.

    Nun aber noch der Punkt gegen das Kontra mit dem Speicher. Mittels OTG-USB-Kabel und einen USB-Stick lässt sich diese wunderbar aufstocken. Soweit ich weiß, geht es mittlerweile auch ohne ROOT. Video für die Zugfahrt mache ich nur noch auf den winzigen USB-Stick und schließe es dann per OTG-Adapter ans Nexus. So komme ich gut mit den rund 8GB Speicher aus. =)

  3. Noch ein Hinweis zu dem Contra-Punkt mit dem Homescreen: Google rollt i.M. das Update auf 4.1.2 für das Nexus7 aus in welchem auch der Homescreen im Landscape geht und nicht mehr gelockt ist 🙂

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