Mein CMS ist viel besser als deins, bäh!!

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Das hier ist ein Mecker- und Motz-Blogpost, der meine persönliche Meinung widerspiegelt. Wer mit den Meinungen anderer also nicht umgehen kann, sollte am besten gar nicht weiter lesen. Ich werde auch mal Klartext sprechen, wer also ein dünnes Fell hat, sollte ebenfalls nicht weiter lesen.

© Firma V - Fotolia.comAnlass für diesen Post sind ein paar Kommentare zu einem Artikel auf der Website des t3n-Magazins, in dem die TYPO3 Redakteur-Videos vorgestellt wurden, die ich für jweiland.net erstellt habe. Die ersten zwei Kommentatoren mussten natürlich gleich die Gelegenheit nutzen, um zu betonen, wie schrecklich kompliziert und benutzerunfreundlich TYPO3 doch sei, bla bla bla.

Eines vorweg: ich gönne jedem seine Meinung. Wer TYPO3 schlecht findet, darf das gerne tun. Und er darf seine Meinung auch kund tun. Damit habe ich überhaupt kein Problem. Aber ich finde, wenn man sagt, dies und das ist scheisse, dann sollte diese Meinung auch ein solides Fundament haben.

Immer wenn jemand sagt, das TYPO3-Backend sei für Redakteure viel zu kompliziert und unübersichtlich, dann weiss ich, dass derjenige von der Materie keine Ahnung hat. Denn man kann das Backend für jeden Benutzer oder jede Benutzergruppe individuell anpassen, damit Redakteure nur das zu sehen bekommen, was sie brauchen. Aber wenn jemand zu blöd ist, TYPO3 entsprechend zu konfigurieren und den Redakteuren vielleicht sogar noch einen Admin-Zugang gibt, braucht er sich nicht zu wundern, dass die nicht damit zurecht kommen.

Weiteres Argument: TYPO3 sei viel zu kompliziert zu erlernen, es dauere zu lange, bis man tatsächlich eine funktionierende Website habe usw.

Ja, TYPO3 ist kompliziert. Ja, ich habe nicht sofort nach der Installation eine funktionierende Seite. Alles richtig. Aber das liegt daran, dass TYPO3 ein Enterprise CMS und keine 1-Click-Software ist. Die Zielsetzung von TYPO3 ist nicht, jedem DAU ein fertiges System zu liefern, wie es andere Systeme tun. Dafür ist TYPO3 definitiv das flexibelste Open Source CMS, das zur Zeit auf dem Markt ist. Und jeder, der sich nicht nur oberflächlich damit beschäftigt hat, wird das bestätigen. Ich brauche eine gewisse Zeit, eine TYPO3-Installation zu konfigurieren. Aber dafür kann ich es bis ins kleinste Detail konfigurieren. Das ist so mit keinem anderen System möglich, das ich kenne. Und ich habe in den letzten Jahren mit einigen gearbeitet, darunter WordPress, Joomla, Drupal und Contao.

Ich behaupte natürlich nicht, TYPO3 sei das allerbeste CMS. Denn wie alle anderen Systeme hat auch TYPO3 seine Schwächen und Stärken. Aber das haben andere Systeme auch. Es gibt NICHT das perfekte CMS. Je nach Anforderung mag das Eine oder das Andere die bessere Wahl sein.

Ich habe nur keinen Bock mehr auf die Trolle, die immer behaupten, CMS XY sei scheisse, nur das, was sie verwenden, sei das beste. Hallo, ihr Trolle, macht mal die Augen auf! Für euch mag XY toll sein, andere halten es für Schrott. Aber so ist das nun mal im Leben. Das nennt man Vielfalt!

Aber hört bitte auf zu versuchen, eure Meinung anderen aufs Auge zu drücken. Das ist genauso, als ob mir irgend so ein Sektenfuzzi an der Haustür seine Religion aufquatschen will. In die gleiche Kategorie zähle ich euch auch.

Das gleiche gilt übrigens für diese ewige Templavoila vs. Marker/Fluidtemplate Geschichte. Seit Jahren höre/lese ich immer wieder, Templavoila sei ja so schrecklich und scheisse und bla bla bla. Auch das ist Unsinn! Templavoila ist nicht generell schlecht. Es gibt Anwendungsfälle, in denen es durchaus seine Berechtigung hat. Und natürlich gibt es Fälle, in denen man auch sehr gut darauf verzichten kann. Und auch bei Fluidtemplate ist nicht alles automatisch super, nur weil Fluid vorne dran steht. Auch hier hat jede Methode ihre Vor- und Nachteile. Aber manche sind von Ihrem Standpunkt so überzeugt, dass sie eine objektive Sicht auf die Materie scheinbar verloren haben.

Dann gibt es auch diejenigen, die sich drüber aufregen, dass man sie korrigiert, wenn sie TYPO3 falsch schreiben. Hier nur kurz der Hinweis: TYPO3 ist eine eingetragene Marke, so wie auch BMW oder VW. Und man schreibt ja auch nicht Bmw oder Vw. Alles klar?

Lange Rede, kurzer Sinn: bleibt neutral, bleibt objektiv, respektiert die Meinung anderer und versucht nicht, eure Meinung anderen aufzudrängen. Mir persönlich ist es auch völlig egal, ob jemand TYPO3 oder Drupal verwendet, ob Templavoila oder Automaketemplate. Jeder soll mit dem glücklich werden, was am besten zu ihm und den Anforderungen passt.

Ok, genug ausgekotzt. Ich bin gespannt, ob ich jetzt hier einen Shitstorm oder ähnliches auslöse.
Aber bleibt cool, denn das hier sind nur meine 2 Cents 😉

50 Gedanken zu “Mein CMS ist viel besser als deins, bäh!!”

  1. Ich bin zwar in meinen aktuellen Projekten auch auf eine andere Basis gewechselt, den Inhaltsbaum von TYPO3 finde ich aber immer noch den besten und logischsten Ansatz ggü. anderen CMS, die z.B. mehrsprachige Inhalte über verschiedene Bäume abbilden. DAS ist kompliziert bzw. verwirrend für Redakteure.

    Aber, wie du schon geschrieben hast, es gibt nicht DAS beste CMS, sondern man für jedes Anforderung ist dieses oder jenes gut oder evtl. besser geeignet. Ich fand diese „Nicht über den Tellerrand blicken wollen“-Fraktion schon damals nervig. Leider wird es solche Menschen immer geben, die sich an ihrer persönl. Meinung aufgeilen.

      • Ich finde auch das Konzept bei Contao total murks, verschiedene Bäume für Mehrsprachigkeit und Inhalte und Seiten jeweils in eigenem Menü getrennt … will ich Metadaten einer Seite in TYPO3 ändern, klicke ich auf die Seite, will ich Inhalte in der Seite ändern, klicke ich in die Seite hinein. Fertig. Das fande ich immer sehr angenehm.

        Derzeit bin ich auf WordPress unterwegs und hier findet man halt andere Nicklichkeiten, die einen stören – einfach auch, weil es nie wirklich als reines Seiten-CMS ausgelegt war und das merkt man, bei allen neueren Bemühungen, leider immer noch.

        Aber, wie gesagt, jedem das seine, mit dem er klarkommt – gibt genügend die Joomla einsetzen, wovon ich persönlich immer nur Gänsehaut bekomme, wenn ich es nur weiß. 😉

        • Na ja, verschiedene Bäume für verschiedene Sprachen, diese Möglichkeit hast du in TYPO3 ja auch. Aber hier kann man sich wenigstens für verschiedene Wege entscheiden 😉

          WordPress ist nicht schlecht, diese Seite hier läuft ja auch damit, aber der Ansatz ist natürlich ein völlig anderer.

  2. Hallo Wolfgang,
    nimm es nicht so ernst. Je nachdem haben die Personen eben zu wenig mit TYPO3 gemacht und haben dadurch eine falsche Meinung. Müßte mich bei meinen Anfängen in TYPO3, da schon selber an die eigene Nase fassen. Vieles was ich früher sagte, würde ich heute natürlich auch nicht mehr so sagen. Mut zur Wissenslücke und dazu zu stehen ist leider nicht so verbreitet.

    Schönes Statement! 😉

    Beste Grüße,
    Fabian

  3. Eine Mischung aus TYPO3 und den Drupal Modulen CCK (für die schnelle Erstellung eigener Inhaltselemente) und Rules (für x beliebige Tasksteuerungen) wären ein Traum.

  4. Moin moin Wolfgang,
    mach dir keine Kopf. Meckern Sie nicht über Typo3 ist es irgendwas anderes. Toll zu verfolgen ist auch der vergleich IOS und andere Mobile-Systeme.

    Ich selbst habe zuletzt mit Typo3 vor 4 Jahren gearbeitet und kam selbst nicht wirklich damit zurecht da dies auch nicht meine Hauptarbeit zu dem Zeitpunkt war.

    Vor einigen Tagen habe ich dein Tutorial durchgearbeitet und muss mit erschrecken feststellen das ich mir „damals“ einfach nicht genug mühe gegeben habe das System zu verstehen.

    Mit Hilfe deiner Anleitung war es mir aber ohne weiteres möglich eine Website inkl. Redakteurzugang zu erstellen und zu verstehen.

    Von daher gesehen haben sich solche Leute überhaupt nicht die mühe gemacht sich mit dem System mal auseinander zu setzten oder es zu verstehen.

    Ich für meinen teil danke dir sehr herzlich für deine Arbeit und Mühen die du auf dich nimmst um anderen die vorzüge von Typo3 klar zu machen.

    Die besten Grüße von der Nordseeküste
    Kai

    • Ja, das Problem gibt es ja nicht nur bei TYPO3. Auch der klassische Windows vs. Mac OS vs. Linux Krieg ist mittlerweile langweilig. Aber es gibt einfach viele Leute, die mit Scheuklappen durch die Welt laufen und im Hirn starr sind.

  5. Hallo Wolfgang

    Zuerst einmal möchte ich Dir danken für Deinen unermüdlichen Einsatz zum Thema TYPO3! Ich lese Deine Blogs und lerne immer wieder neues und interessantes in Deinen Tutorials.

    Ich glaube, gerade deswegen nerven Dich diese abschätzigen Kommentare, weil Du mit der steten Auseinandersetzung mit TYPO3 die Vorzüge dieser Software immer besser kennen lernst und dadurch weiter ausreizen kannst. Ich selber arbeite auch praktisch täglich mit TYPO3 und kann aus eigener Erfahrung sagen: geht nich gibt’s nicht (was bei anderen CMSen der Fall ist). Who cares, wir haben Freude an diesem System und wenn andere diese nicht haben, selber schuld.

    So wünsche ich Dir noch gutes gelingen bei Deinem Projekt „Abnehmen“!

    Beste Grüsse aus Zürich
    Alex

  6. Kurz um Wolfgang ich kann dir da nur bei pflichten, mir selbst gehen diese Diskussionen auch auf die Nerven. Leider muss man diese all zu oft führen. In letzter Zeit hatte ich es öfters mit schon bestehenden TYPO3 Installationen zu tun und mir wurde dabei klar warum viele TYPO3 als kompliziert und unübersichtlich empfinden. Der Grund dafür war schlicht und einfach, dass die Jenigen die diese Installationen eingerichtet hatten, einfach nicht fähig waren das Backend an die Bedürfnisse der Kunden anzupassen.
    Zum Schluss kann ich auch nur sagen „jeder soll das CMS verwenden mit dem er zurecht kommt oder welches für den Einsatz am besten eignet“.

  7. Sich über die „Profis“ aufzuregen die Gebetsmühlenartig die Vorteile ihres CMS aufzählen wollen und dabei alles andere runter machen, ist der Mühe nicht wert.

    Das hängt viel vom Lernwillen ab, ich kenne Agenturen die benutzen für jeden Mist ihr geliebtes WordPress, hängen halt auch mal 5 Tage dran um WordPress so zu verbiegen damit es überhaupt in der Spur läuft die man für das Projekt benötigt. Gehen tut alles fragt sich nur ob der Aufwand am Ende überhaupt gerechtfertigt ist.

    Diese Trolle findet man aber bei jedem CMS, alle anderen sind schlecht „Da hab ich schon eine Woche mit gearbeitet, das ist total schlecht blah blah blah“.

    Es gibt sogar Anwendungsfälle da ist selbst ein CMS/CMF nicht wirklich hilfreich, da muss man selbst ran und entwickeln. Dann landet man im Sprachen Lager „PHP ist Oldschool!“ „Ruby kostet zuviel Zeit“ und dann im Framework Lager „Ach Cake PHP total schlecht Laravel ist viel besser“ „Pfui Cake! Rails rockt die bude!“ – egal wo Religöse gibts immer.

  8. Schöner Artikel!
    Ich handhabe es so, dass ich mir über die Zeit verschiedene CMS für verschiedene Zwecke vorgemerkt habe. Worpress ist für newslastige Seiten mit wenig statischem Content gut geeignet, für komplitzierteres nehme ich MODx und wenns wirklich gar nicht anderes geht auch TYPO3. Ist zwar nett das System, aber kann dermaßen viel, dass es in den meisten Fällen einfach nur übertrieben ist. Zumal das immer ein Gefrickel mit den Extensions ist.
    Für ganz kleine Seiten verwende ich gerne GETSIMPLE. Das kann eigentlich nichts außer Seiten verwalten. Aber darum gehts ja letztendlich.

  9. Typo3 4ever!
    Das können wir nach ca. 150 erstellten Typo3 Sites mit reinem Gewissen sagen. Und keine einzige davon warten wir selber. Die Zeit, die wir investieren um dem Readakteur das Leben so einfach wie möglich zu machen, zahlt sich zu 100% aus.

  10. hallo Wolfgang,
    mir ging es wie Kai und vielen anderen, Typo3 mal angeschnuppert und als zu kompliziert gefunden, also anderswo weiter gemacht. Im letzten Jahr bin ich dann auf Deine Tutorials gestoßen, die waren eine echte Hilfe, vielen Dank dafür! Seitdem möchte ich es nicht mehr missen und in die Tutorials schaue ich heute noch gelegentlich. Aktuell arbeite ich mich in yaml4 ein, da kann ich lesen wie sie teilweise über Dirk Jesse herziehen.
    Sie kriegen etwas umsonst, können es selbst nicht besser und laden ihren Ärger im Netz
    ab. Braucht kein Mensch, oder um es mit Dieter Nuhr zu sagen:
    “ In einer Demokratie kann man zu allem eine Meinung haben, man muß aber nicht“
    Mach weiter so
    Grüße Jörg/Virgo

  11. Hi,

    ich finde, dass jedes CMS seine Daseinsberechtigung und Zielgruppe hat.
    Nichts ist schlimmer als einen Kunden zu belehren, dass CMS XYZ nicht das Beste ist, nur weil es der Konkurrent auch benutzt.

  12. Hi Wolfgang,

    ich kann dir nur meine Zustimmung geben. Vielleicht benötigt man bei TYPO3 eine längere Einarbeitungszeit als bei anderen CMS’en. Aber wenn man sich mal intensiv damit beschäftigt hat, möchte man nicht mehr weg davon. So geht es zumindest mir und wahrscheinlich sehr vielen anderen auch! Und gerade die tollen TYPO3-Videos von euch, erleichtern doch den Einstieg in TYPO3. Daher auch hier ein großes DANKESCHÖN dass ihr so etwas macht und dies auch noch zur freien Verfügung bereitstellt.

  13. Hallo Wolfgang,
    Ganz genau sind deine Bemerkungen. Die Duskussionen über die sämtliche CMSse sind ebenso sinnlos als die ünterschiede die es gibt mit Windows, Linux und Mac.
    Ich bin sehr fro das Typo3 ungeheuer stark und kräftig ist – und damit sind auch dein Tutorials für mich absolut zu benützen. Typo3 ist nicht ab Anhief einfag; es geht richtig los wenn man die Grundlagen versteht (oh die Tutorials!).
    Grüsse aus Rotterdam, und vielen Dank für diese Website.

    Marcel

  14. Hallo Zusammen

    Wenn es um CMS geht arbeite ich mit Contao, bei Webapplikationen mit Symfony2. Ich mag keine Systeme, welche schlecht wartbar, daher kommt die schlechte Meinung zu WordPress. Auch mischen viele CMS, Contao eingeschlossen Logik mit Templating, was unflexibel macht. Von Typo3 habe ich aktuell keine Ahnung (lange her, seit dem ersten Eindruck).

    Guter Beitrag.

    Gruss Dominik

    • Hm, über WordPress kann man viel sagen, aber für schlecht wartbar halte ich es nicht. Ich habe dieses Blog damals mit WordPress 2.7 oder 2.8 begonnen, seitdem läuft die Seite damit, alle Updates gingen immer so gut wie problemlos über die Bühne. Auch die Aktualisierung von Plugins ist meistens nur Sache eines Klicks. Wobei man natürlich immer ein aktuelles Backup in der Hinterhand haben sollte.

  15. Besserwisser und Möchtegernprofis gibt es leider in jedem nur denkbaren Bereich. Autos, Musik, PC und auch CMS.
    Das Backend von TYPO3 mag einen, der sonst nur Kartenstapel und Mah Jongg auf seinem Bildschirm hat, im ersten Augenblick abschrecken. Die Bedienung ist jedoch in weiten Teilen selbsterklärend.
    Für jedes meiner verabschiedeten TYPO3 Projekte habe ich den Seitenbetreiber im Umgang mit TYPO3 angeleitet, und meistens waren wir deutlich vor der angepeilten Zeit durch.
    Ich finde, Du hast das hier auf den Punkt gebracht!

    Viele Grüße aus Bornheim

    Peter

    • Da kann ich dir zustimmen, ich habe schon einige Schulungen durchgeführt, und hatte bisher nie den Fall, dass ein Redakteur überfordert gewesen wäre. Im Gegenteil, die meisten waren von der doch eigentlich einfachen Bedienung begeistert.

  16. Hallo Wolfgang,
    ein sehr schöner Artikel! Ich befürchte, dass jeder der intensiver mit TYPO3 zu tun hat früher oder später mit unsäglichen Vergleichen konfrontiert wird. Meist stecken dann nur gefährliches Halbwissen oder Meinungen aus zweiter Hand dahinter. Ist traurig, dass viele Leute nicht etwas objektiver an die Sache heran gehen.
    Neben TYPO3-Entwicklung gebe ich auch Schulungen und bisher hat es noch jeder verstanden. Mehr noch: die meisten Teilnehmer waren an Ende begeistert von den Möglichkeiten und vom logischen Aufbau.
    Am Ende sollte!! ein guter Dienstleister seine Kunden neutral beraten und ihnen das für die Kundenanforderung passende CMS empfehlen. Und wenn es bedeutet, dass ein Kunde auf Grund der Spezialisierung auf ein bestimmtes CMS zu einem anderen Dienstleister gehen muss.
    VG
    Christoph

  17. Hallo Wolfgang,

    finde ich gut und richtig, dass du das mal sagst. Leider, und das fällt mir eben auch immer wieder auf, ist das von Seiten der TYPO3-Community auch häufig so. Ich frage mich, woher das kommt.

    Beispiel ist hier die Diskussion, ebenfalls auf t3n.de, zum Wechsel von OpenSourcePress auf webEdition. Schade, dass diese Diskussionen nicht viel befruchtender laufen, sondern häufig zu den von dir aufgeführten Streitigkeiten führen.

    Gruß Joscha

    • Ich schätze, das ist einfach eine allgemeine Eigenschaft der Menschen. Manche gehen davon aus, dass nur Sachen, die sie selber nutzen und gut finden, auch gut sind. Da ist oft so ein Scheuklappen-Denken mit im Spiel. Hat man ja auch bei anderer Software, Betriebssystemen, Hardware, Autos, Urlaubsgebieten usw. Die Liste kann man wahrscheinlich endlos fortführen. 😉

  18. Schöner Artikel und prinzipell kann ich ihn sehr gut nachvollziehen.
    An einer Stelle schreibst du allerdings, TYPO3 sei „das flexibelste Open Source CMS, das zur Zeit auf dem Markt ist“. Ich habe nun durchaus schon das eine oder andere größere Projekt mit TYPO3 realisiert und bin der Meinung in Sachen Flexibilität kann es MODx nicht mal ansatzweise das Wasser reichen. Also nur als Tipp an dieser Stelle für Leute, die auf Flexibilität abfahren. MODx hat natürlich auch seine Schwächen aber für umfangreiche Sites, die viele Erweiterungen brauchen, die man nicht mal so eben in einem Extension Repository findet oder es Schnittstellen zu anderen Applikationen braucht (5 Lines of Code und man hat in jeder PHP-App vollen Zugriff auf $modx, da geht doch jedem Entwickler einer ab ;-)) ist es genial.

      • Hi Wolfgang,

        MODx definiert sich selbst als CMS und ist auch tatsächlich eines. Es ist also auch möglich damit ohne jedwede PHP-Kenntnisse eine (sehr) gute Seite ins Netz zu stellen. Um HTML-/CSS-Fähigkeiten kommt man aber nicht, da es quasi komplett blank ankommt (wenn auch Template-Extensions existieren). Das Backend ermöglicht auch sofort administrativen und rein redaktionellen Zugriff auf die Inhalte, also auch hier ist es durch und durch CMS.
        Und für Leute, die nun nicht code- und lernscheu sind, bietet es phänomenal einfache Möglichkeiten es in windeseile um Funktionen zu erweitern, die in anderen CMS komplexer Extensions bedürften. Auch die Doku ist top.
        Dafür beginnt der Schmerz (im Vergleich zu TYPO3 z. B.) schon, wenn man eine internationale Seite realisieren muss, da es standardmäßig keine Funktionalität dafür im Frontend hat. D. h. .htaccess, kleine Router-Logik, ein Sprachmenu usw. muss man dann selbst skripten. Dafür gibt es zwar schon ganz gute Tutorials aber das Beispiel zeigt doch, dass für große Seites, wo es zu 90% um die Redaktion von viel Content geht, TYPO3 sicher die bessere Wahl ist.

        Aber ein Framework im echten Sinne (ich meine jetzt etwas wie das Zend Framework 2, nicht Flow – bzw. vielleicht doch auch Flow aber damit habe ich noch nie gearbeitet also keine Ahnung) ist es definitiv nicht.

  19. Hallo Wolfgang,

    ich bin bei meinen Exkursionen durch das Netz auf diesen wirklich schönen und umfangreichen Ansatz pro TYPO3 gekommen. Differenzierte Betrachtung und nicht unkritisch.

    Der Artikel ist schon etwas älter, hat aber nichts an seiner Aktualität verloren. PS: Ist in English . . .

    bit.ly/1atrLVS

    Grüße

    David

  20. Hallo Wolfgang!

    # DANKE!!!
    DAS IST ÜBERFÄLLIG: Ich habe mich im Jahr 2011 entschieden mit TYPO3 zu arbeiten. DANK DEINER TUTORIALS habe ich das System verstanden und konnte ca. nach 1 Monat die erste Demowebsite und nach 2 Monaten die erste Kundenwebsite launchen. DU BIST EIN TRAUM!!!!!

    # ZU TYPO3 & CO
    Ich habe 2003-2005 mit CMS Eigenentwicklung (Vorteile: schnell, schönes UI), ab 2006-2010 mit WordPress, Joomla, TYPO3 (via externer Developer) gearbeitet. Ich habe CMS Nutzung danach fast aufgegeben, weil die Ergebnisse einfach nie zufriedenstellend waren (teure externe Entwicklungskosten, Abhängigkeit, nicht nachhaltig, nicht flexibel, usw.) . Dann 2011 der letzte Eigenanlauf mit TYPO3 – mit Hilfe von Tutorials, vor allem die von Wolfgang Wagner – hat es gefunkt!

    # TYPO3 als Baukastensystem (Investition die sich lohnt!)
    Eines vorweg: meine Learningcurve war 1 Monat! Das ist viel, könnte aber auch an mir liegen :). Seitdem die erste Demosite online ist, launche ich fast monatlich 2 neue CMS Websites, beinahe in Copy-Paste-Geschwindigkeit. Bei jedem Projekt erhalte ich neue Copy-Paste-Bausteine für mein Repertoire dazu. Ich benötige länger für Screendesign / Templates (ca 2 Tage) als für die gesamte Technik einer mehrsprachigen Website mit allen möglichen Feinheiten inkludiert (Breadcrumbs, Headerslider, Individuelle Listengenerierungen, usw.). Davon habe ich früher (< 2011) bloß geträumt! 🙂

    # Grenzen (gefühlt aus meiner Sicht)
    Diese sollte man bei jedem CMS kennen. Contao (Mehrsprachigkeit), WordPress (Blog Philosophie), Joomla (Sicherheit), TYPO3 (Extensions), Drupal (eine Idee?), OpenText (Preis), Kentico (Microsoft), usw.

    # Web App Entwicklung
    Meine Recherchen zeigen, dass selbst erfahrene TYPO3 Entwickler für Webappentwicklung auf andere Frameworks (CakePHP, Zend, CI,..) setzen und als Website Framework TYPO3. So mache ich es jetzt auch mit CakePHP. Die Zeit ist wohl noch nicht Reif für Plug-and-Play und All-In-One (Website, Webapps, Intranet, Newsletter, Videos, usw.) Lösungen im Internet. Trotzdem bin ich froh in dieser Zeit wieder dabei zu sein, ist doch ein Traum, oder?!

    # TYPO3 & CakePHP (CakePHP frontend to TYPO3 backend)
    Link 1: http://olav.net/node/3461
    Link 2: http://freecode.com/projects/cakephp-frontend-to-typo3-backend

    Hat hier jemand Erfahrungen, Tipps, Tutorials?

    # Kommerzielle CMS Lösungen
    OpenText (vormals RedDot): kostet glaube ich ca. € 25.000 im Einstieg.
    Fast keiner meiner Kunden würde das zuzüglich Entwicklung bezahlen.

    KenticoCMS: ich höre nur gutes darüber, aber wenn ich Microsoft (ASP .NET) höre , stelle ich mich instinktiv tot :). Sorry, aber ich habe 10 Jahre auf Microsoft gearbeitet (PC wird langsamer, Bluescreens, Fehlermeldungen, Viren, usw.). Seit 2008 bin ich auf MAC – komisch, alles ist seither ruhig – ich liebe mein Leben wieder! :)).
    Zur Verteidigung von Microsoft: geliebt habe ich die leistbaren PCs und das UI Design von Windows!

    PS: Mich würde brennend eure Meinung zum Thema "CakePHP frontend to TYPO3 backend" und evtl. Alternativen interessieren!

    So, danke das auch Platz für meinen Beitrag war.
    Danke nochmals an Wolfgang Wagner an dieser Stelle!
    Wo kann ich eine Donation für dich absenden (sobald mein Paypal wieder geht) 🙂 ?
    Liebe Grüße, Akin

    • Hallo, danke für deinen ausführlichen Kommentar. Es freut mich, wenn du doch wieder den Weg zu TYPO3 gefunden hast 😉

      Zu CakePHP kann ich leider nicht viel sagen, ich habe mir das zwar vor 2 oder 3 Jahren mal angeschaut und auch damit rumprobiert, habe aber dann die eigene PHP-Programmierung völlig aufgegeben, das ist irgendwie nichts für mich.

      Wünsche dir weiterhin viel Spaß mit TYPO3 🙂

  21. Hallo Wolfgang,
    aus einigen subjektiven Gründen hat es mich von TYPO3 zu Contao verschlagen.
    Daher würde mich mal interessieren was DIR als TYPO3-Kenner an Contao nicht gefällt oder Dich stört.

    Danke vorab für Deine Meinung 🙂

  22. Hey, die TYPO3 Gemeinde feiert sich selber und macht dabei genau das, worüber sie sich so aufregen. Sie ziehen über die anderen CMS her, ohne scheinbar eine Ahnung davon zu haben. Gratuliere – selbst ins Knie geschossen.

    @Akin: super Artikel. Fachlich und fundiert und ohne ein CMS in den Schmutz zu ziehen.

    • Schön, dass du so verallgemeinerst, und alle in der „TYPO3 Gemeinde“ (was soll das überhaupt sein? Ich bin nicht religiös.) über einen Kamm scherst. Wie ich schon mehrfach erwähnt habe, gibt es überall, in jeder Gruppierung, überall auf der Welt, Leute, die mit Scheuklappen rumlaufen. Und es gibt welche, die sind intelligent genug, das ganze aus einem neutralen Blickwinkel zu betrachten. Zu welcher Gruppe du gehörst, weiss ich nicht.

  23. Typo3 ist für Leute, die es sich gerne selbst komplizierter machen als notwendig, um dann darauf Stolz zu sein, den schwierigeren Weg gegangen zu sein.

    WordPress deckt den gesamten Funktionsumfang von T3 ab und mehr, aber in einem wesentlich benutzerfreundlicheren und effizienteren Interface.

    T3 ist vom gesamten Ansatz her komplett überholt, insbesondere dieser TypoScript Quatsch aus den späten 90er Jahren des letzten Jahrtausends – so würde heute niemand mehr ein CMS designen. Und jede neue Version von T3 trägt diesen ineffizienten Ansatz fort.

    Klar, wer gerne ineffiziente und veraltete Werkzeuge benutzt, darf dies gerne tun, sollte dann aber keine Anfälle von Größenwahn bekommen gegenüber jenen Mitmenschen, die moderne, wirksame, benutzerfreundlich und zeitsparende Mittel bevorzugen.

      • Ich wiederhole mich: Don’t feed the trolls! 😀
        Haters gona hate!
        Man muss sich halt mal mit beiden Systemen beschäftigen um ernsthaft ne Aussage treffen zu können. Gerade die letzten Versionen haben viel nach vorne gebracht, was ich lange nicht für möglich gehalten habe.
        Meien Seiten mache ich übrigens tatsächlich quasi durchweg mit WordPress, weil ich mehr nicht brauche. ICH weiß also wovon ich rede.

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