Ab in die Cloud: meine Web-Apps

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Im Mai hatte ich schon mal eine kleine Umfrage via Twitter gestartet, in der es darum ging, wie viele Leute inzwischen lieber Web-Applikationen statt den klassischen Desktop-Programmen einsetzen.

Ich selbst bin inzwischen noch mehr zu den Web-Apps geschwenkt, vor allem wenn es um mein Gewerbe „Webdesign“ geht. Viele „Bürotätigkeiten“ habe ich inzwischen auf Web-Apps ausgelagert. Der Vorteil für mich besteht natürlich in der Mobilität. So kann ich sowohl auf dem Desktop-PC als auch auf dem Notebook, dem iPhone oder dem iPad auf die selben Daten zugreifen.

In diesem Blogartikel möchte ich einfach mal ein paar Web-Apps vorstellen

Cloud Computing © Helder Almeida - Fotolia.com
© Helder Almeida – Fotolia.com

Google Mail

Ist natürlich der Klassiker. Bietet neben der Mailfunktionalität auch eine gute Kontaktverwaltung. Es lassen sich in der kostenlosen Version bis zu 5 externe POP3-Mail-Accounts integrieren, sodass ich alle meine privaten und geschäftlich verwendeten E-Mail-Adressen unter einer Oberfläche habe. Zusätzlich ist die Integration des Google Kalenders und von Google Docs ziemlich gut gelungen.

Und das beste: iPhone und iPad lassen sich sehr leicht synchronisieren. Lege ich einen neuen Kontakt auf dem iPhone an, steht er mir fast sofort überall zur Verfügung.


Google Text & Tabellen

Google Docs bietet eigentlich alles, was man für ein Home-Office braucht: Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationsprogramm, Zeichenprogramm und einen Formulargenerator, den ich allerdings noch nie benutzt habe.

Das beste Feature für mich besteht allerdings darin, bestimmte Dokumente mit anderen Teilen zu können. Ideal, wenn man in einem Team arbeitet.


Google Kalender

Meine gesamte Terminverwaltung regle ich eigentlich mit dem Kalender von Google. Besonders gefällt mir daran die Möglichkeit, sich an Termine per E-Mail oder SMS erinnern zu lassen. Die SMS-Benachrichtigung erfolgt sogar kostenlos.

Ebenso kann man den Kalender für andere User freigeben. Also auch wieder ideal für das Teamwork.

Und die integrierte Kalenderfunktion des iPhones oder des iPads lässt sich auch sehr einfach mit dem Google Kalender synchronisieren, sodass man immer überall auf dem aktuellen Stand ist.


Open Atrium

Bei Open Atrium handelt es sich um eine webbasierte Projektverwaltungssoftware. Diese nutze ich, um meine Webprojekte zu organisieren. Das ganze lässt sich auch sehr gut im Team nutzen, da man jedem Projekt bestimmte Benutzer zuordnen kann und diese Benutzer auch verschiedene Zugriffsrechte haben können. Weitere Funktionen sind z.B. eine Aufgabenverwaltung, projektinterne Blogs zur Kommunikation im Team und vieles mehr. Da ich meistens alleine arbeite, nutze ich nur einen Teil der Funktionen, aber mir gefällt die Software recht gut.


mite (Zeiterfassung)

Ein super Tool zur Zeiterfassung. Benutze ich inzwischen bei jedem Projekt und hat den klassischen Stundenzettel vollkommen abgelöst. Das coolste Feature ist, dass die Zeiterfassung serverseitig läuft. Das heißt, selbst wenn mir der Browser oder der PC während der Arbeit mal abstürzen sollte, geht die bisher erfasste Zeit nicht verloren und man kann direkt weiterarbeiten.

Es lassen sich verschiedene Kunden, Projekte und Aufgaben anlegen. Bei den Projekten kann man auch ein Budget in Euro und einen Stundenpauschale vorgeben, sodass man immer auf einen Blick weiß, wo man zeit- und geldmäßig in dem Projekt steht.

Bei mite handelt es sich allerdings um ein kostenpflichtiges Angebot. Nach einer kostenlosen 30-tägigen Testphase (bei voller Funktionalität) werden bei weiterer Nutzung 5.- Euro / Monat fällig. Ich habe die Testphase gerade beendet und bleibe auf jeden Fall dabei.


fastbill.com

Kunden verwalten, Angebote schreiben, Rechnungen erstellen und alles was dazu gehört kann man bei fastbill.com

Bisher hatte ich für die ganze Buchhaltung ein Produkt aus dem Hause Lexware verwendet, welches allerdings für meine Bedürfnisse eigentlich schon überdimensioniert war. Bei fastbill habe ich eine kleine Kundenverwaltung, kann Produkte anlegen und verwalten, Angebote und Rechnungen erstellen.

Erstellte Angebote lassen sich mit einem Mausklick in Rechnungen umwandeln, was eine ziemlich nützliche Funktion ist. Erstellte Rechnung lassen sich digital signieren und direkt per Klick per Email versenden. Ein wirklich cooles Feature ist allerdings, die Rechnungen per Mausklick direkt per Post verschicken zu lassen. So spare ich mir den Gang zum Briefkasten. Fastbill bietet auch eine Zeiterfassung, aber da gefällt mir mite besser.

Nach einer 3-monatigen(!) kostenlosen Testphase werden bei weiterer Nutzung 5.95 Euro/Monat fällig. Das halte ich für ziemlich günstig. Will man aber die digitale Signatur oder den Postversand in Anspruch nehmen, muss man ab und zu sein Credit-Konto aufladen. Bei einer Neuregistrierung erhält man 100 Credits gratis. Meine habe ich noch nicht aufgebraucht.


Launchlist

Eine nette kleine Checkliste für den Website-Launch. Sollte man mal durchgehen, bevor man eine Seite online stellt. So geht man auf Nummer sicher, nichts wichtiges zu vergessen.


simple-fax.de

Eigentlich keine Web-App, eher ein Web-Service. Wenn man kein eigenes Faxgerät hat, bietet sich diese Website an, wenn man trotzdem ab und zu Dokumente per Fax verschicken muss. Es handelt sich um ein kostenpflichtiges Angebot, ein Standardfax innerhalb Deutschlands kostet 7 Cent. Das Benutzerkonto lässt sich z.B. via PayPal aufladen. Netter Service, den ich schön öfter in Anspruch genommen habe. Ich habe zwar ein Faxgerät, aber das ist so ein altes Thermotransfer-Teil. Und wenn ich am PC erstellte Dokumente faxen muss, mache das meistens über simple-fax, das geht schneller, als die Dokumente zu drucken und dann „von Hand“ zu faxen.


Das sind also die Web-Apps, die ich in den letzten Monaten in meinen Workflow eingebaut habe.

Wie haltet ihr das? Kennt ihr noch interessante webbasierte Applikationen? Oder haltet ihr von der ganzen Sache gar nichts und setzt lieber auf die klassischen Desktop-Apps?

Schreibt doch eure Meinung dazu!

21 Gedanken zu “Ab in die Cloud: meine Web-Apps”

  1. Hallo Wolfgang, danke für den tollen Artikel. Besonders interessant fand ich Open Atrium. Allerdings wollte ich fragen, ob das Tool über keine integrierte Zeiterfassung verfügt, weil du gesondert auf mite hingewiesen hast. Freu mich auf Antwort,

    tommy

  2. Hi Wolfgang,

    gute Liste. Bisher nutze ich davon nur GoogleMail. Weiß nicht, warum ich den Rest noch nicht im Fokus hatte, aber ich werde mal einen tieferen Blick auf die anderen Apps werfen. Danke für die Anregung.

    Grüßle (gerade) aus RV
    Jörg

  3. Wenn schon von Web-Apps die Rede ist, will ich auch unser Rechnungstool Billomat (http://www.billomat.com) noch in die Runde werfen.

    Stolz sind wir unter anderem auf die vielen angebundenen Dritt-Tools: Zum Beispiel können mit mite erfasste Zeiten können in eine Rechnung überführt werden, die BWA und Umsatzsteuer-Voranmeldung erledigt freeFIBU (http://www.freefibu.de), Newsletter können mit sitepackage:// (http://www.sitepackage.de) versendet werden, Briefe und Faxe mit PixelLetter (http://www.pixelletter.de).

    So hat man für jede Aufgabe eine spezialisierte App, die aber untereinander problemlos kommunizieren und Daten austauschen können.

      • Naja, die Billomat-Preise haben ein anderes Berechnungsmodell (hauptsächlich die Anzahl der Dokumente) als z.B. Fastbill oder mite (Anzahl der Nutzer).
        Kommt immer drauf an, welche Voraussetzungen man mitbringt.

        Beispiel: Ein Account mit vielen Rechnungen und mit wenigen Benutzern ist bei Fastbill besser aufgehoben, ein Account mit vielen Nutzern und wenigen Rechnungen pro Monat bei Billomat.

  4. Sehr toll. Vor allem mite werde ich mal ausprobieren.
    Wir haben derzeit ein Excel-Sheet pro Monat, jedem Kunden gehört ein Blatt in dem die Stunden dann eingetragen werden.

    Vielleicht hilft mite da ja weiter 🙂

    Zum Workstation-übergreifenden Arbeiten nutzen wir übrigens den Service von http://www.wuala.de – Kann ich bis dato auch empfehlen. Man kann das Ganze mit 1GB Speicher auch mal testen – so als Ergänzung zu deiner Tool-Liste 🙂

    lg

    • Die Stundenzettel konnte ich inzwischen völlig abschaffen.

      Der Service von Wuala sieht sehr interessant aus, vor allem scheinen die Preise sehr moderat zu sein. Wie sieht es denn mit der Up-/Downloadgeschwindigkeit aus?

  5. zum Fax versenden kann ich den kostenpflichtigen Service von web.de empfehlen.

    Über eine kleine App, die sich als Druckertreiber installiert, läßt sich so aus jeder beliebigen Anwendung via Druck-Menü das aktuelle Dokument als Fax versenden. Vor dem Absenden kann man auch noch ein Deckblatt einfügen.

    Umgekehrt funktioniert es aber auch: Zum Service gehört eine persönliche, frei wählbare Fax-Nummer mit der Vorwahl 03212. Dadurch ist meine Faxnummer identisch mit meiner Handy-Nummer, nur die Vorwahl ist anders. Ein eingehendes Fax landet dann als PDF-Mailanhang in meinem Postfach und kann so ohne Medienbruch direkt weiter verarbeitet werden.

    Der Clou an der Sache: die Fax-Nummer kann auch als Anrufbeantworter/Voicebox konfiguriert werden. Eingehende Sprachnachrichten landen dann ebenfalls als Dateianhang im Postfach.

  6. Echt schöne Liste.

    Wir bei uns im Unternehmen arbeiten ebenfalls mit Google Sites, Docs, Reader und Dropbox. Für die Zeiterfassung und das Projektmanagement haben wir allerdings eine eigene Software, TimeTac, entwickelt (http://www.timetac.com).

  7. Eine Alternative für den Faxempfang: Dazu nutze ich http://www.faxnummer.de – von Dort habe ich meine Faxnummer auis meinem eigenen Ortsnetz. Alle eingehenden Faxe werden ebenfalls per eMail als PDF-Datei zugestellt. Enthaltene QR-Codes werden dekodiert, so dass man im Mailclient direkt wegsortieren kann. (Wir haben bei den Anmelde-Formularen von unserem Verein so einen QRcode drauf gemacht(). Die Anmeldung und Nutzung ist kostenfrei.

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